Ein eigenständiges Jugendprogramm!
Foto: dieprojektoren | DVD Blickwinkel (CC-by-na)
Nun haben wir es schwarz auf weiß: JUGEND IN AKTION, das EU-Förderprogramm für den außerschulischen Bereich, soll ab 2014 Teil des neuen Bildungsprogramms "Erasmus für alle" werden. Dies schlägt die EU-Kommission in ihrem am 23. November 2011 veröffentlichten Vorschlag vor. Schwerpunkt dieses neuen Programms soll die Förderung der Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen sein.
Der DBJR bedauert diese Entwicklung. Aus Sicht des DBJR ist es falsch, den Hauptfokus künftig auf die Beschäftigungsfähigkeit von Jugendlichen zu legen. JUGEND IN AKTION zeichnete sich bisher gerade durch seine Einzigartigkeit im Bereich der nichtformalen Bildung aus. Es spricht alle jungen Menschen an, ungeachtet ihres bildungsbezogenen, sozialen oder kulturellen Hintergrunds.
Eine nachhaltige Jugendarbeit ist vor allem die Arbeit in und mit Jugendgruppen. Mit der Förderung von Aktionen der Jugendgruppen im europäischen Austausch wird Europa für die junge Generation erlebbar und somit das Bewusstsein einer aktiven europäischen Bürgerschaft gestärkt. Deshalb ist es dem DBJR wichtig, dass der Jugendbereich erhalten und sichtbar bleibt und nicht in einem allgemeinen Bildungs-Förderprogramm verschwindet.
Beschlossen ist noch nichts. Die endgültige Entscheidung treffen das Europäische Parlament und die im Rat versammelten Mitgliedstaaten. In den kommenden Monaten wird es darum gehen, Überzeugungsarbeit für ein starkes Förderprogramm für den außerschulischen Bereich zu leisten.
Einschätzung des DBJR zur Einrichtung des EU-Förderprogramms „Erasmus für alle“ (2014-2020) vom 7. März 2012.
Kommentar von Gunnar Czimczik, stellvertretender DBJR-Vorsitzender, vom 13. Dezember 2011:
EU-Bildungskommissarin Androulla Vassiliou warb in Berlin in schillernden bunten Farben für das neue EU-Programm "Erasmus für alle": Mehr Geld, kein Patchwork mehr, zentral gesteuert. Leider hat sie immer noch nicht verstanden, warum wir als Jugendverbände aktiv für den Erhalt des Programms JUGEND IN AKTION streiten. Beim Termin mit der Kommissarin übten erfreulicherweise viele
Träger außerschulischer und nonformaler Angebote deutliche Kritik an "Erasmus für alle" - und erlebten eine von der Kritik sichtlich irritierte und überforderte Androulla Vassiliou.
Es ist und bleibt falsch, den Fokus künftig auf die Beschäftigungsfähigkeit von Jugendlichen zu legen. JUGEND IN AKTION spricht anders als ERASMUS alle jungen Menschen an, ungeachtet ihres bildungsbezogenen, sozialen oder kulturellen Hintergrunds.
Mit der Förderung von Aktionen der Jugendgruppen im europäischen Austausch wird "Europa" für die junge Generation erlebbar. So entsteht das Bewusstsein einer aktiven europäischen Bürgerschaft. Deshalb ist es wichtig, dass der eigenständige Jugendbereich erhalten und sichtbar bleibt und nicht in einem allgemeinen Bildungs-Förderprogramm verschwindet.
Viele Gründe sprechen für den Erhalt des Programms JUGEND IN AKTION.
Reaktion des Europäischen Jugendforums auf den Entwurf für den Mehrjährigen EU-Finanzrahmen (auf Englisch).
Pressemeldung 4|2012 EU-Förderprogramm „Erasmus für alle“: EU-Kommission im Abseits
| Erstellungsdatum: 02.04.2012 | Dateigröße: 113 kB |
Pressemeldung 2|2012 Jugendarbeit muss im EU-Programm „Erasmus für alle“ erkennbar bleiben
| Erstellungsdatum: 09.02.2012 | Dateigröße: 61 kB |




