Forderungen an die Schule
Foto: FG Wand
Bildung ist zwar mehr als sechs Stunden die Schulbank zu drücken, Aber auch an Schule haben wir als Jugendverbände Forderungen. Hier eine Übersicht: konkret, knapp und möglichst alsbald umzusetzen!
- Raus aus dem 45-Minuten-Takt: Unterricht braucht flexible Gestaltung, damit Lernen Sinn macht und Lernfortschritte individuell möglich sind.
- 1+1=Freunde: Ob Behinderte oder Migrant_innen - Ausgrenzung schadet der Gesellschaft insgesamt. In der Schule muss die Integration ausgegrenzter Gruppen vorangetrieben werden.
- Gemeinsam lernen macht klug: Soziale Kompetenz zählt - nur leider selten in den Lehrplänen unserer Schulen. Soziales Lernen muss ein fester Bestandteil im Bildungskanon sein.
- Boys and Girls together: Grundsätzlich sollen Jungs und Mädchen zusammen unterrichtet werden. Aber keine Scheuklappen: Wenn beim kritischen Blick deutlich wird, dass in bestimmten Situationen getrennter Unterricht oftmals gerade für Mädchen ein Gewinn ist, sollte der Weg frei sein für geschlechtshomogene Lerngruppen.
- „Platte" oder Villenviertel: Wenn die Schule nicht guckt, was die Lebensrealität um sie herum ist, bleiben Bildung und Erziehung nur Stückwerk. Wir wollen eine verstärkte Öffnung der Schule in ihr soziales Umfeld.
- An die Hand nehmen: Individuelle Lernkonzepte müssen weiterentwickelt werden. Dazu gehört der Ausbau bedarfsorientierter Angebote, die eine qualifizierte Begleitung und Förderung von Schülerinnen und Schülern in den Mittelpunkt stellen.
- Ohne Moos nix los: Die Kürzungen der letzten Jahre haben den Schulen zugesetzt. Wir fordern eine Erhöhung der Investitionen in die Schulinfrastruktur, um eine gute Ausstattung sicherzustellen.
- Lehren lernen: Eine Schule, die auf soziale Kompetenz setzt und auf Schülerinnen und Schüler jenseits eines starren Bildungskanons eingehen will, braucht eine Reform der Aus- und Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern.
- Neue Lehrer braucht das Land: An deutschen Schulen gibt es zu wenig Lehrerinnen und Lehrer - die Folgen sind Unterrichtsausfall und Mehrarbeit für das Lehrpersonal. Die Personalkürzungen der letzten Jahre müssen ausgeglichen werden durch vermehrte Neueinstellungen junger Lehrerinnen und Lehrer.
- Medienkompetenz zählt: Ein Internet-Anschluss in jeder Schule ist gut - aber ohne einen geschulten Umgang damit wenig wert. Medienkompetenz gehört als Schlüsselqualifikation in jeden Lehrplan.
- Schule ist Schüler_innensache: Die Schule ist für Schülerinnen und Schüler gemacht - aber selten mit ihnen. Wir fordern die Einbeziehung der Schülerinnen und Schüler in die Gestaltung des Schulalltags und in eine Bildungs- und Schulreform.
- Für eine starke Mitbestimmung: Wir fordern einen Stimmenanteil der Schülerinnen und Schüler von 50 Prozent in allen schulischen Gremien, die übrigen 50 Prozent verteilen sich auf Eltern und Lehrpersonal.
- Pressefreiheit für Schülerzeitungen: Demokratie fängt in der Schule an. Dazu gehört auch, seine Meinung frei äußern und veröffentlichen zu dürfen. Deshalb fordern wir eine freie Schüler_innenpresse, die nicht von der Zustimmung der Schulleitung abhängig und durch Vertriebsverbote bedroht ist. Wie für alle Medien soll auch für Schülerzeitungen lediglich das Presserecht gelten.
