Freiwilligendienste für junge Menschen

Junge Frau hält einen Würfel, auf dem "Wir" steht.Foto: dieprojektoren | DVD-Blickwinkel

Nach der Aussetzung der Wehrpflicht und dem Wegfall des Wehrersatzdienstes muss der Ausbau und die Stärkung der Jugendfreiwilligendienste angegangen werden. Dazu gehört die sinnvolle Ordnung der verschiedenen Dienstformen, ihre Profilierung als Lern- und Orientierungsdienste und ihre finanzielle Absicherung. Bereits jetzt übersteigt die Nachfrage nach Freiwilligendiensten das Angebot bei weitem.

Junge Menschen wollen sich aktiv in die Gestaltung von Staat und Gesellschaft einbringen. Sie verbinden den Wunsch nach sinnvollem, sozialem Einsatz mit dem Wunsch, ihre Persönlichkeit weiterzuentwickeln und Orientierung vor dem Berufsleben zu erhalten. Dieses Potential muss der Staat im Interesse der Gesellschaft erschließen. Mit dem Ende der Wehr- und Wehrersatzdienste stehen die notwendigen finanziellen Mittel für einen Ausbau der Jugendfreiwilligendienste zur Verfügung.

Bundesfreiwilligendienst

Aus Sicht des Bundesjugendrings darf der Bundesfreiwilligendienst das bewährte, zivilgesellschaftliche Angebot der Jugendfreiwilligendienste weder finanziell noch rechtlich beschädigen. Der Bundesfreiwilligendienst kann nur ein Übergangsmodell sein und muss nach den Vorgaben des Jugendfreiwilligendienstgesetzes ausgestaltet werden. In der Folge muss ein konsequenter Ausbau der Jugendfreiwilligendienste in der bisherigen Form als Bildungs- und Orientierungsjahr die Übergangslösung des Bundesfreiwilligendienstes ersetzen.

Positionen und Anträge aus der Politik

Eine kurze Übersicht aller Stellungnahmen sowie Anträge und Gesetzesinitiativen, die aktuell in der politischen Beratung eine Rolle spielen:

Stellungnahmen zum Bundesfreiwilligendienstgesetz

CDU: Für eine Stärkung der Jugendfreiwilligendienste

SPD: Stärkung der Freiwilligendienste

SPD: Chancen nutzen – Jugendfreiwilligendienste stärken

Bündnis 90/Die Grünen: Ausbauoffensive für Freiwilligendienste

Bundesrat: Gesetzentwurf