AG historisch-politische Bildung: Austausch stärken, Formate sichtbar machen und Präsenztreffen weiterentwickeln
Das digitale Treffen bildete den Auftakt für eine breiter angelegte Arbeitsgemeinschaft zur historisch-politischen Bildung. Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass es bislang zu wenig Austausch und zu wenig Sichtbarkeit für bestehende Angebote, Projekte und Expertise in diesem Feld gibt. Die AG soll auf diesen Bedarf eingehen und den fachlichen Austausch zwischen unterschiedlichen Ebenen und Strukturen dauerhaft zu stärken.
Im Austausch wurden erste Ziele und Ideen für die weitere Arbeit der AG gesammelt. Dazu gehörten insbesondere der Aufbau eines Pools aus Best-Practice-Beispielen, Projekten, Modellvorhaben, Ansprechpersonen und fachlicher Expertise. Deutlich wurde dabei, dass historisch-politische Bildung in unterschiedlichen Kontexten stattfindet und gerade der strukturübergreifende Austausch einen wichtigen Mehrwert bietet.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Fragen der Finanzierung und Verstetigung. Diskutiert wurde unter anderem, welche Förderstrukturen für historisch-politische Bildungsarbeit relevant sind und wie bestehende Angebote abgesichert und weiterentwickelt werden können. Auch die Rolle des Kinder- und Jugendplans des Bundes als zentrale Fördergrundlage wurde dabei eingeordnet.
Darüber hinaus ging es um die Weiterentwicklung von Qualifizierungsformaten. Im Blick standen insbesondere Fortbildungen im Bereich historisch-politische Bildung sowie die Frage, wie ein Juleica-Fortbildungsmodul zu diesem Themenfeld weitergedacht werden kann. Deutlich wurde, dass es neben einzelnen Projekten auch Räume braucht, in denen Methoden, Erfahrungen und Zugänge gemeinsam reflektiert und weiterentwickelt werden.
Auch die künftige Ausgestaltung der AG wurde besprochen. Vereinbart wurde, die Arbeitsgemeinschaft so anzulegen, dass unterschiedliche Ebenen und Verbände beteiligt werden können und der Austausch regelmäßig stattfindet. Vorgesehen sind mehrere digitale Treffen im Jahr sowie ein jährliches Präsenztreffen. Für diese Treffen wurde der Wunsch formuliert, sie fachlich offen und partizipativ zu gestalten, etwa mit thematischen Schwerpunkten und Formaten, die einen intensiven kollegialen Austausch ermöglichen.
Zum Abschluss richtete sich der Blick auf die nächsten Schritte. Für ein weiteres digitales Treffen wurde ein Schwerpunkt auf den Austausch zu konkreten Praxisbeispielen historisch-politischer Bildung verabredet. Zugleich wurde die Frage nach einem Ort und einer ausrichtenden Struktur für das Präsenztreffen 2024 geöffnet. Die AG machte damit deutlich, dass historisch-politische Bildung von kontinuierlicher Vernetzung, gegenseitigem Lernen und gemeinsam entwickelten Formaten profitieren kann.
Über die Fachstelle Politische Jugendbildung und ihre Formate werden die Vernetzung, der Wissenstransfer sowie der fachliche und kollegiale Austausch im Bereich der politischen Jugendbildung in der Jugendverbandsarbeit zu Projekten, Fragen und Ideen der Teilnehmer*innen gebündelt. Die Formate stehen allen Interessierten und Aktiven aus den Mitgliedsorganisationen des Deutschen Bundesjugendrings offen, die sich zu den Themen der Politischen Bildung und Demokratiebildung austauschen und beteiligen wollen.
Weitere Termine der Werkstatt Politische Jugendbildung sind unter Termine und Veranstaltungen zu finden. Für weitere Vernetzung und dem Austausch zu Informationen, Impulsen und Veranstaltungen im Feld der Politischen Jugendbildung in der Jugendverbandsarbeit gibt es den Verteiler Politische Jugendbildung. Die Aufnahme in den Verteiler steht allen Interessierten, Aktiven und Zuständigen im Bereich der politischen Jugendbildung in den Jugendringen und -verbänden offen, Anfragen auf Aufnahme in den Verteiler können an die Fachstelle Politische Jugendbildung gerichtet werden.