AG historisch-politische Bildung: Praxisprojekte, Präsenztreffen 2024 und Austausch zu Qualifizierung

Am 26. September 2023 kamen Interessierte aus unterschiedlichen Strukturen der historisch-politischen Bildung digital zusammen. Im Mittelpunkt standen Einblicke in konkrete Praxisprojekte, die Planung eines Präsenztreffens 2024 sowie erste Verabredungen zur Weiterarbeit an Qualifizierungsformaten im Bereich historisch-politischer Bildung.

Ein Schwerpunkt des Treffens lag auf der Vorstellung unterschiedlicher Projekte aus der Praxis. Deutlich wurde dabei die große Bandbreite historisch-politischer Bildung: von Peer-to-Peer-Ansätzen zur Erforschung lokaler NS-Geschichte über inklusive Bildungsformate, zielgruppenspezifische Rundgänge und schulbezogene Angebote bis hin zu medienpädagogischen Formaten mit VR-Technik und Wanderausstellungen zur Erinnerung an Opfer rechtsextremer Gewalt. Die Projektvorstellungen machten sichtbar, dass historisch-politische Bildung an unterschiedlichen Orten, mit vielfältigen Methoden und für verschiedene Zielgruppen gestaltet wird.

Im Austausch wurde zugleich deutlich, dass viele Formate von einer engen Verbindung aus historischer Auseinandersetzung, biografischem Lernen und gegenwartsbezogenen Fragen leben. Historisch-politische Bildung wurde damit als ein Feld sichtbar, das sowohl Erinnerungsarbeit als auch demokratische Sensibilisierung stärkt und dabei auf unterschiedliche Zugänge für junge Menschen setzt.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Planung des Präsenztreffens 2024 in Stuttgart. Zur weiteren Ausgestaltung soll eine kleinere Arbeitsgruppe gebildet werden. Damit knüpfte die AG an das Ziel an, neben digitalen Austauschräumen auch persönliche Begegnungen und vertiefende fachliche Diskussionen zu ermöglichen.

Darüber hinaus wurde die Weiterarbeit an einer Juleica-Schulung beziehungsweise an Peer-to-Peer- und Qualifizierungsansätzen im Bereich historisch-politischer Bildung aufgegriffen. Das Thema wurde auf das nächste Treffen verschoben, zugleich aber als wichtiger Baustein für die weitere Arbeit der AG markiert.

Zum Abschluss richtete sich der Blick auf die nächsten Themen der AG. Verabredet wurden unter anderem weitere Planungen für das Präsenztreffen 2024, der Austausch zu Jugendverbandsarbeit und historisch-politischer Bildung, die Diskussion über Kürzungen und ihre Auswirkungen auf das Arbeitsfeld sowie Fragen gemeinsamer Aktionen für 2025. Die AG machte damit erneut deutlich, wie wichtig kontinuierlicher Austausch, gegenseitige Einblicke in die Praxis und gemeinsame Weiterentwicklung für die historisch-politische Bildung sind.

 

Über die Fachstelle Politische Jugendbildung und ihre Formate werden die Vernetzung, der Wissenstransfer sowie der fachliche und kollegiale Austausch im Bereich der politischen Jugendbildung in der Jugendverbandsarbeit zu Projekten, Fragen und Ideen der Teilnehmer*innen gebündelt. Die Formate stehen allen Interessierten und Aktiven aus den Mitgliedsorganisationen des Deutschen Bundesjugendrings offen, die sich zu den Themen der Politischen Bildung und Demokratiebildung austauschen und beteiligen wollen.

Weitere Termine der Werkstatt Politische Jugendbildung sind unter Termine und Veranstaltungen zu finden. Für weitere Vernetzung und dem Austausch zu Informationen, Impulsen und Veranstaltungen im Feld der Politischen Jugendbildung in der Jugendverbandsarbeit gibt es den Verteiler Politische Jugendbildung. Die Aufnahme in den Verteiler steht allen Interessierten, Aktiven und Zuständigen im Bereich der politischen Jugendbildung in den Jugendringen und -verbänden offen, Anfragen auf Aufnahme in den Verteiler können an die Fachstelle Politische Jugendbildung gerichtet werden.