AG historisch-politische Bildung: Rückblick auf die Jahrestagung, aktuelle Praxisfragen und Ausblick

Am 23. Mai 2025 kamen Interessierte der AG historisch-politische Bildung digital zusammen. Im Mittelpunkt standen der Rückblick auf die Jahrestagung historisch-politischer Bildung 2024, aktuelle Herausforderungen in der Praxis sowie die Frage, welche Themen und Formate für die weitere Arbeit der AG wichtig sind.

Bereits im Einstieg wurde deutlich, wie dynamisch sich das Feld historisch-politischer Bildung entwickelt. Im Austausch ging es unter anderem um den Ausbau alternativer Stadtrundgänge, personelle Veränderungen in bestehenden Angeboten, den Aufbau neuer Teamer∗innenstrukturen sowie um etablierte Projekte, die weiterhin auf große Resonanz stoßen. Sichtbar wurde dabei, dass historisch-politische Bildung stetig weiterentwickelt werden muss – inhaltlich, methodisch und mit Blick auf unterschiedliche Zielgruppen.

Ein Schwerpunkt des Treffens lag auf dem Rückblick zur Jahrestagung historisch-politischer Bildung 2024. Die Tagung wurde als fachlich starke Veranstaltung mit inhaltlichem Mehrwert für die Teilnehmenden eingeordnet. Diskutiert wurde zugleich, wie künftige Tagungen noch stärker unterschiedliche Zielgruppen einbinden können, insbesondere Ehrenamtliche. Deutlich wurde dabei der Wunsch, perspektivisch wieder stärker auf Präsenzformate zu setzen und die Mobilisierung innerhalb des Themenfelds weiter auszubauen.

Auch inhaltliche Fragen wurden aufgegriffen. Im Austausch ging es unter anderem darum, wie historisch-politische Bildung aktuelle rechte Entwicklungen aufgreifen kann, ohne historische Zusammenhänge zu verkürzen oder zu enthistorisieren. Diskutiert wurden Fragen nach verständlichen Begrifflichkeiten, nach der Einordnung von Faschismus und Antifaschismus sowie danach, welches Vorwissen junge Menschen tatsächlich mitbringen. Deutlich wurde, dass historisch-politische Bildung weiterhin vor der Aufgabe steht, komplexe historische und politische Zusammenhänge zugänglich, nachvollziehbar und gegenwartsbezogen zu vermitteln.

Darüber hinaus richtete sich der Blick auf kommende Veranstaltungen und Anknüpfungspunkte für die weitere Arbeit. Die AG bot damit erneut Raum, um Erfahrungen aus der Praxis zu teilen, fachliche Fragen gemeinsam zu reflektieren und Perspektiven für die Weiterentwicklung historisch-politischer Bildung zu diskutieren.

Im Ergebnis machte das Treffen erneut deutlich, wie wichtig kontinuierlicher Austausch, fachliche Vernetzung und gemeinsame Reflexion für die historisch-politische Bildung in Jugendverbänden und Jugendringen sind.

 

Über die Fachstelle Politische Jugendbildung und ihre Formate werden die Vernetzung, der Wissenstransfer sowie der fachliche und kollegiale Austausch im Bereich der politischen Jugendbildung in der Jugendverbandsarbeit zu Projekten, Fragen und Ideen der Teilnehmer*innen gebündelt. Die Formate stehen allen Interessierten und Aktiven aus den Mitgliedsorganisationen des Deutschen Bundesjugendrings offen, die sich zu den Themen der Politischen Bildung und Demokratiebildung austauschen und beteiligen wollen.

Weitere Termine der Werkstatt Politische Jugendbildung sind unter Termine und Veranstaltungen zu finden. Für weitere Vernetzung und dem Austausch zu Informationen, Impulsen und Veranstaltungen im Feld der Politischen Jugendbildung in der Jugendverbandsarbeit gibt es den Verteiler Politische Jugendbildung. Die Aufnahme in den Verteiler steht allen Interessierten, Aktiven und Zuständigen im Bereich der politischen Jugendbildung in den Jugendringen und -verbänden offen, Anfragen auf Aufnahme in den Verteiler können an die Fachstelle Politische Jugendbildung gerichtet werden.