Europa

Austausch mit dem Europäischen Jugendforum

Gruppenfoto mit Vertreterinnen und Vertretern des Deutschen Bundesjugendrings und des Europäischen Jugendforums.
In Brüssel haben wir uns mit Vertreter*innen des Europäischen Jugendforums (YFJ) getroffen. Gemeinsam wollen wir uns dafür einsetzen, dass Freiräume der Zivilgesellschaft gesichert werden und eine wirksame Jugendbeteiligung auf Europäischer Ebene gelingt.

Thematischer Schwerpunkt des Austauschs war der Vorsitz im Rat der Europäischen Union, den Deutschland ab 1. Juli 2020 turnusmäßig für sechs Monate übernimmt. Im Rahmen der deutschen Präsidentschaft können im Rat inhaltliche Schwerpunkte gesetzt werden. Wir sind uns mit dem YFJ einig darin, dass für ein Gelingen der europäischen Jugendpolitik die Einbindung der organisierten Zivilgesellschaft von zentraler Bedeutung ist. Dies sollte auf verschiedenen Ebenen geschehen, etwa bei der Konferenz zur Zukunft Europas, bei der Youth Work Convention und mit den Instrumenten des EU-Jugenddialogs.

Gemeinsam mit dem YFJ werden wir darauf hinarbeiten, dass Jugendringe und -verbände als starke politische Akteure wahrgenommen und wirksam beteiligt werden. Insbesondere auf den von uns priorisierten Feldern Klimapolitik, Soziales Europa, Mobilität, Jugendarbeit, Demokratie sowie Asyl und Migration ist die Einbindung von Jugendverbänden notwendig und wichtig. Formate wie die Konferenz zur Zukunft Europas und der EU-Jugenddialog sollten vonseiten der EU dazu genutzt werden, die Zivilgesellschaft in die politischen Prozesse einzubinden und vorhandene Strukturen zu nutzen und zu fördern. Darüber hinaus organisieren wir im Juli 2020 ein Treffen der nationalen Jugendringe, das vom YFJ unterstützt und begleitet wird.

Eine Entwicklung, die sowohl das YFJ als auch wir weiterhin mit großer Sorge beobachten, ist die zunehmende Schrumpfung zivilgesellschaftlicher Räume. In vielen Mitgliedstaaten geraten zivile Organisationen immer stärker unter Druck. Diese shrinking spaces stellen vor allem Jugendverbände vor große Herausforderungen. Wir werden gemeinsam mit dem YFJ dafür kämpfen, auf diese Problematik aufmerksam zu machen und ihr weiter entgegenzusteuern. Zivilgesellschaftliche Strukturen brauchen Raum und Anerkennung. Wir wollen gemeinsam Freiräume für demokratisch organisierte Jugendorganisationen sichern und stärken.

 

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