Austausch mit der Abgeordneten Dr. Anja Weisgerber zu Freiwilligendiensten, Jugendbeteiligung und dem KJP
Büro Dr. Weisberger
Im Gespräch zur geplanten Evaluation des Kinder- und Jugendplans des Bundes (KJP) wiesen die Vertreter*innen des Bundesjugendrings auf die Bedeutung des KJP als etabliertes zentrales Förderinstrument für die bundeszentralen Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe hin. Die verlässliche Arbeit der Jugendverbände und damit das ehrenamtliche Engagement von über sechs Millionen jungen Menschen muss gesichert bleiben. Dies ist nur möglich, wenn die Ausrichtung auf eine langfristige Strukturförderung erhalten bleibt. Aus Sicht des Bundesjugendrings eignet sich der KJP dagegen weniger für kurzfristige, und damit weniger nachhaltige Projekte.
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs lag auf der Debatte um die Wiedereinführung der Wehrpflicht und die notwendige Stärkung der Freiwilligendienste. Der Bundesjugendring forderte einen signifikanten Ausbau der Plätze in den Freiwilligendiensten und betonte, dass alle Dienstformate – sowohl die Bundeswehr als auch die zivilen Freiwilligendienste – gleich anerkannt und behandelt werden müssen. Ein zentrales Thema war die Problematik der unterschiedlichen Taschengeldregelungen. Die geplante höhere Vergütung für Wehrdienstleistende im Vergleich zu den zivilen Freiwilligendiensten ist eine Ungleichbehandlung, die dringend vermieden werden muss. Es ist von großer Wichtigkeit, dass alle Freiwilligen eine gleichwertige Anerkennung und Unterstützung erfahren.
Darüber hinaus wurde die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei Fragen des Kinder- und Jugendmedienschutzes erörtert. Der Bundesjugendring stellte ein konkretes Beteiligungsformat unter Einbindung der Fach- und Koordinierungsstelle Jugendbeteiligung (FKS) vor. Ziel dieses Formats ist es, junge Menschen aktiv in die Gestaltung von Medien- und Schutzfragen einzubeziehen. Dr. Weisgerber und der Bundesjugendring vereinbarten, den Austausch dazu fortzuführen und gemeinsam daran weiterzuarbeiten.
Das Gespräch verlief in einer sehr konstruktiven Atmosphäre und schafft eine gute Grundlage für eine weitere Zusammenarbeit – im Interesse der vielen jungen Menschen, die sich täglich in Jugendverbänden engagieren.