Medien- und Digitalpolitik

Barcamp zu jugendgerechten Sozialen Netzwerken am 29.05.2021

Wir wollen mit jungen Verbraucher*innen Forderungen und Leitlinien für soziale Netzwerke und Plattformen entwickeln. Zum Projektauftakt laden wir zu einem digitalem Barcamp am 29.05.2021 von 09:00-16:30 Uhr ein.

Wir bieten jungen Menschen zwischen 16 und 27 einen offenen Raum, um über Erfahrungen mit und Erwartungen an soziale Netzwerke und Plattformen zu diskutieren.

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Die Methode des Mini-Barcamps ist ein erster Schritt und bietet bewusst die Chance, Themen zu setzen. Es sind keine besonderen Vorkenntnisse notwendig. Durch den gemeinsamen Austausch im Barcamp entstehen neue Ideen und gewinnbringende Erkenntnisse, die alle Beteiligten mitnehmen können. Diese Ideen und Erkenntnisse dienen uns als Basis für die anschließende Workshop-Phase von Juni bis Anfang August; wer will, kann in den Workshops weiter mitarbeiten. Eine Übergabe der Ergebnisse an Politik und Netzwerke ist Ende August geplant.

Programm

Nach einem Warm-Up und ersten Kennenlernen ab 9:00 Uhr folgt im Camp ein Impuls mit dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV). Bundesministerin Christine Lambrecht eröffnet die Veranstaltung. Gemeinsam mit der Parlamentarischen Staatssekretärin Rita Hagl-Kehl und Staatssekretär Prof. Dr. Christian Kastrop aus dem BMJV wollen wir Herausforderungen und Probleme der „Social Digital Responsibility“ skizzieren und diskutieren.

Gleich nach dem Impuls folgt ein zentraler Schritt im digitalen Barcamp. Ideen für Sessions entstehen, werden kurz vorgestellt und zu einem Sessionplan. Dann geht es in den konkreten Austausch in zwei Sessionblöcken. Am späten Nachmittag kommen alle nochmal zusammen zu einem gemeinsamen Abschluss mit Ausblick auf die weitere Projektphase. Pausen sind ausreichend eingeplant.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Es sind keine besonderen Vorkenntnisse notwendig. Kenntnisse zur Methode des Barcamps sind ebenfalls kein Muss. Alle verwendeten Tools und Methoden werden im Vorfeld erklärt und vorgestellt.

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Zum Hintergrund des Projektes

Junge Menschen nutzen soziale Netzwerke und Plattformen zur Kommunikation, zur Recherche, zur Veröffentlichung eigener Inhalte oder zum Positionieren in gesellschaftlichen und politischen Fragen. Sie nutzen sie zur Unterhaltung und zum Spaß.

Bisher wird jedoch ihren Erwartungen und Bedarfen als jungen Verbraucher*innen wenig Gehör verliehen. Sie haben kaum Möglichkeiten, Einfluss auf die Regeln und Netzwerke zu nehmen, obwohl sie diese überdurchschnittlich nutzen im Vergleich zur Gesamtbevölkerung.

An dieser Stelle setzt das SDR-Projekt an: Social Digital Responsibility, also soziale digitale Verantwortung. Wir geben jungen Verbraucher*innen eine Stimme für aktive Teilhabe an Netzwerken und Plattformen.

Mitwirken sollen vor allem junge Menschen, die ihre Verbraucher*inposition stärken und sich gemeinsam über Themen wie digitale Datensouveränität, jugendgerechte Digitalisierung, transparente Algorithmen, Hate Speech, Sexismus und Rassismus im Netz, Cyber-Grooming usw. austauschen wollen. Ziel des Projekts ist, bis Ende August 2021 Erwartungen und Forderungen für verbraucherfreundliche und jugendgerechte Plattformen zu erarbeiten. Diese werden im Anschluss an das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) und Vertreter*innen von sozialen Netzwerken und Plattformen übergeben.

Themen: Medien- und Digitalpolitik