Bargeld muss bleiben: DBJR unterstützt Appell zum Schutz von Teilhabe junger Menschen

Ein breites Bündnis aus Verbraucherschutz-, Sozial-, Wohlfahrts- und Wirtschaftsverbänden fordert den gesetzlichen Schutz von Bargeld. Der Deutsche Bundesjugendring unterstützt den Appell, weil Kinder und Jugendliche im Alltag häufig auf Bargeld angewiesen sind und sonst von selbstständiger Teilhabe ausgeschlossen werden.

Am 29. Januar 2026 wurde der gemeinsame Appell „Bargeld muss bleiben!“ veröffentlicht. Er richtet sich an die Bundesregierung und fordert ein Gesetz, das Bargeld als Zahlungsmittel sichert und einen kostenfreien, barrierefreien Zugang in angemessener Nähe gewährleistet .

Hintergrund ist, dass es in Deutschland zunehmend schwieriger wird, bar zu bezahlen oder überhaupt an Bargeld zu kommen. Selbstbedienungskassen akzeptieren häufig nur Kartenzahlung, einzelne Geschäfte lehnen Bargeld ab und Geldautomaten sowie Bankfilialen werden weiter abgebaut. Diese Entwicklung schränkt Wahlfreiheit ein und führt zu Ausschlüssen im Alltag.

Aus Sicht des Deutscher Bundesjugendring ist der Erhalt von Bargeld besonders für Kinder und Jugendliche von zentraler Bedeutung. Viele junge Menschen verfügen noch nicht über Zugang zu digitalen Bezahlverfahren und sind im Alltag auf Bargeld angewiesen. Das gilt auch im Kontext der Jugendverbandsarbeit, in der selbstständige Mobilität, kleine alltägliche Ausgaben oder spontane Aktivitäten ohne digitale Zahlungsinfrastruktur möglich sein müssen.

Der Appell wurde von einem breiten Bündnis unter Federführung des Verbraucherzentrale Bundesverband initiiert und von zahlreichen Organisationen, darunter auch der DBJR, mitgezeichnet. Er soll zusätzlich direkt an zuständige Bundesministerien und die Bundesbank übermittelt werden. Der Deutsche Bundesjugendring fordert die Bundesregierung auf, den Schutz von Bargeld gesetzlich zu verankern und damit die selbstständige Teilhabe von Kindern und Jugendlichen im Alltag zu sichern.

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