EU-Jugendkonferenz Jugenddialog

Bericht von der EU-Jugendkonferenz in Kroatien

Im Frühjahr sind junge Menschen aus ganz Europa in Zagreb bei der EU-Jugendkonferenz zusammengekommen. Die drei EU-Jugendvertreter*innen aus Deutschland haben an dem Treffen im Rahmen des Jugenddialogs teilgenommen und schildern nun in einem ausführlichen Bericht ihre Eindrücke.

Bei EU-Jugendkonferenzen kommen junge Menschen und die EU-Jugendvertreter*innen aus den EU-Mitgliedstaaten mit politisch Verantwortlichen aus der Europäischen Union zusammen und diskutieren gemeinsam über Themen, die ihnen wichtig sind. Sie entwickeln Ideen, formulieren Forderungen und sollen mit politischen Entscheidungsträger*innen auf Augenhöhe in den Dialog treten. Die Ergebnisse der halbjährlich stattfindenden EU-Jugendkonferenzen können in politische Prozesse auf EU-Ebene einfließen und werden zudem auch auf nationaler Ebene weiter verfolgt. Im Frühjahr 2020 hat Kroatien im Rahmen seiner EU-Ratspräsidentschaft die letzte EU-Jugendkonferenz des 7. EU-Jugenddialog-Zyklus ausgerichtet und damit den Abschluss gebildet. Zusammen mit Rumänien und Finnland bildete Kroatien eineinhalb Jahre lang die sogenannte Trio-Ratspräsidentschaft im Rat der EU. Die EU-Jugendvertreter*innen Anna-Sophie Kloppe, Clara Drammeh und Simon Lach waren als Teil der deutschen Delegation bei der EU-Jugendkonferenz in Zagreb vor Ort und haben in einem Bericht ihre persönlichen Eindrücke geschildert.

Angereist waren die drei EU-Jugendvertreter*innen mit den gesammelten Forderungen und Anliegen junger Menschen aus Deutschland zum Thema „Jugend im ländlichen Raum voranbringen“, das auf dem Youth Goal #6 aufbaut und bei der Konferenz im Fokus stand. In verschiedenen Formaten wurden zudem die Ergebnisse der vorherigen EU-Jugendkonferenzen präsentiert. Der geplante Austausch mit Politiker*innen stand bereits unter dem Eindruck der Corona-Pandemie. Zahlreiche politisch Verantwortliche der EU hatten ihre Anreise abgesagt, sodass ein Kernelement der EU-Jugendkonferenz nicht stattfinden konnte und der vorgesehene Dialog auf Augenhöhe erschwert wurde. Dies kritisieren die EU-Jugendvertreter*innen in ihrem Bericht ebenso wie die Gestaltung der Workshops und die Zusammensetzung einiger Panels bei den Podiumsdiskussionen.

Neben den EU-Jugendvertreter*innen waren auch Vertreter*innen der nationalen Jugendringe und dem Europäischen Jugendforum in der kroatischen Hauptstadt vor Ort. Der Austausch zwischen den anwesenden EU-Jugendvertreter*innen und den nationalen Jugendringen war dem Bericht nach produktiv und bereichernd. Darüber hinaus konnten sich die drei EU-Jugendvertreter*innen mit Vertreter*innen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) über Entscheidungsprozesse in der Jugendpolitik austauschen und ihre Standpunkte erläutern. Sie haben zum Beispiel gefordert, dass der EU-Jugenddialog als gutes Instrument wirksamer Jugendbeteiligung in Deutschland gestärkt wird.

Ab Juli 2020 übernimmt Deutschland den Vorsitz im Rat der EU und bildet zusammen mit den darauf folgenden Ländern Portugal und Slowenien die nächste Trio-Ratspräsidentschaft. Im Rahmen der deutschen Präsidentschaft organisieren wir als DBJR gemeinsam mit dem BMFSFJ die erste EU-Jugendkonferenz des 8. Jugenddialog-Zyklus. Im Hinblick darauf wünschen sich die EU-Jugendvertreter*innen einen zeitgemäßen Bericht über Dialogergebnisse sowie Diskussionsformate auf Augenhöhe. Auch ein intensiverer Austausch von „good practices” zwischen EU-Jugendvertreter*innen und nationalen Jugendringen ist ihnen für die nächste EU-Jugendkonferenz besonders wichtig.

Zum vollständigen Bericht der EU-Jugendvertreter*innen: https://www.dbjr.de/fileadmin/PDFtmp/Bericht_Jugendkonferenz_Zagreb_2020.pdf

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