Bericht zur 4th European Youth Work Convention wirft Fragen auf

Mit dem veröffentlichten Abschlussbericht zur Vierten European Youth Work Convention liegen erstmals schriftliche Ergebnisse der Tagung vom 27. bis 30. Mai 2025 in Malta vor.

Das DNK bewertet die vorgelegten Schlussfolgerungen (Online hier) kritisch, auch weil ihr Zustandekommen aus Sicht der Jugendverbände nicht ausreichend nachvollziehbar ist.

Bereits während der Convention, auf der die Interessen junger Menschen aus Deutschland durch das DNK vertreten wurden, waren Verfahren und Beteiligungsmöglichkeiten aus Sicht der Verbände unzureichend. Aus Sicht der Jugendverbände ist es kritisch, dass der Bericht die Entwicklung neuer Standards und Plattformen anregt , obwohl auf europäischer Ebene bereits bewährte Strukturen, breites Wissen und fachliche Instrumente bestehen.

Zustimmung findet dagegen die Betonung einer langfristigen, stabilen Finanzierung und tragfähiger Infrastrukturen. Aus Sicht der Jugendverbände ist verlässliche Förderung eine zentrale Voraussetzung für qualitätsvolle Jugend(verbands)arbeit. Nationale Rahmen müssen verlässlich ausgestaltet sein, während unter den zunehmend feststellbaren schwierigen Bedingungen von shrinking, closing und closed spaces Organisationen auf zugängliche europäische Fördermittel angewiesen sind. 

Deutlich zurückgewiesen wird hingegen der Vorschlag, Youth Work über ein eigenes Kapitel in der künftigen EU-Jugendstrategie gesondert zu verankern. Ebenso gilt es bei den vorgestellten Schlussfolgerungen zu vermeiden, dass die Ergebnisse der Convention dafür genutzt werden, dass staatliche Akteure weiter in die Landschaft selbstorganisierter Jugend(verbands)arbeit hineinwirken.