Bundesjugendring kritisiert Kündigung der Rahmenvereinbarung mit Jugendnetzwerk Lambda

Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat die Rahmenvereinbarung mit dem Jugendnetzwerk Lambda zum Ende des Jahres 2026 gekündigt. Die Entscheidung erfolgte nach Angaben der DBJR-Mitgliedsorganisation ohne vorherige Ankündigung und ohne Begründung.

Das Jugendnetzwerk Lambda leistet seit Jahrzehnten bundesweite queere Jugendverbandsarbeit. Der Verband ermöglicht jungen queeren Menschen, sich selbst zu organisieren, ihre Interessen zu vertreten und Verantwortung zu übernehmen. Zu seiner Arbeit gehören unter anderem Beratungsangebote, Bildungs- und Empowermentveranstaltungen, Jugendbegegnungen sowie die Begleitung und Qualifizierung ehrenamtlich Engagierter.

Die Kündigung sendet ein fatales Zeichen für die Jugendverbandsarbeit insgesamt und insbesondere für die queere Jugendverbandsarbeit. In einer Zeit, in der queerfeindliche Diskurse lauter werden und junge queere Menschen zunehmend Diskriminierung und Ausgrenzung erfahren, braucht es verlässliche Orte der Unterstützung, Beteiligung und Selbstorganisation.

Das Jugendnetzwerk Lambda befindet sich mit dem Ministerium im Gespräch über alternative Fördermöglichkeiten. Diese können jedoch eine langfristige und verlässliche Förderung über eine Rahmenvereinbarung nicht ersetzen. Jugendverbandsarbeit braucht Planungssicherheit, damit haupt- und ehrenamtliche Strukturen erhalten und Angebote dauerhaft abgesichert werden können.

Der Bundesjugendring unterstützt daher die Forderung des Jugendnetzwerks Lambda: Das Bundesjugendministerium muss die Kündigung der Rahmenvereinbarung zurücknehmen. Zugleich sind die Abgeordneten des Deutschen Bundestages aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass die bundesweite queere Jugendverbandsarbeit weiterhin verlässlich finanziert wird.

Weitere Informationen und Möglichkeiten zur Unterstützung finden sich im offenen Brief und auf der Informationsseite des Jugendnetzwerks Lambda.

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