Erinnerungsarbeit

Erinnerung an Ghetto-Aufstand

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Vor 75 Jahren begann am 19. April der Aufstand im Warschauer Ghetto. Er wurde bis 16. Mai 1943 blutig niedergeschlagen. werden wir gemeinsam mit dem israelischen Jugendring CYMI und dem polnischen Jugendring PROM 2018 erinnern. Die Vorbereitungen für das gemeinsame Seminar in Warschau haben begonnen.

Bei einem Treffen in Warschau wurde das Programm erarbeitet. Eine zentrale Frage wird sein, wie Verantwortliche in der Jugendarbeit und in Jugendorganisationen heute gemeinsam mit jungen Menschen auf die Herausforderungen der Gegenwart blicken und dabei die Verantwortung aus der Geschichte einbinden können. In Diskussionen und Workshops werden die Teilnehmenden auch an die Orte gehen, die für das Erinnern wichtig sind und Antworten im Hier und Jetzt bieten: das Gebiet des Warschauer Ghettos, Museen und Gedenkstätten.

Ein Blick in die Tage des Jahres 1943 gehört nämlich dazu. Am 19. April 1943 erhoben sich die Juden im Warschauer Ghetto gegen die Nazis, sie wehrten sich über Wochen mutig gegen ihre Deportation in die Vernichtungslager. Viele junge Menschen übernahmen als Teil der jüdischen Jugendbewegungen im Ghetto Verantwortung für Bildung und Kommunikation, sie leisteten so einen aktiven Beitrag in den Kämpfen. Das Seminar sich auch mit dem Widerstand junger Menschen in Polen und Deutschland befassen: Was können wir heute noch aus dem Aufstand und dem Widerstand lernen? Das wird eine wichtige Frage sein.

Im gemeinsamen Erinnern haben wir, CYMI und PROM Erfahrung. Bereits zum 70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz nahmen wir die Geschichte zum Anlass, aus der Erinnerung Konsequenzen für die Gegenwart zu beschreiben. Dabei sind die unterschiedlichen Perspektiven auf Ereignisse wie den Aufstand wertvoll. Wir blicken in unsere aktuellen Gesellschaften und beschreiben Herausforderungen für die Jugendbewegung. Ziel ist, eine gemeinsame Erklärung abzugeben.

Themen: Erinnerungsarbeit