„Expert*innenkommission für Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ veröffentlicht Handlungsempfehlungen
Der Bundesjugendring begrüßt, dass sich die Handlungsempfehlungen nicht auf eine Verbotsdebatte oder die vereinfachte Diskussion über Altersgrenzen auf Social-Media-Plattformen beschränken. Stattdessen bieten sie eine differenziertere Auseinandersetzung mit digitalen Lebenswelten junger Menschen aus der Perspektive von Schutz, Befähigung und Teilhabe.
Der Empfehlungskatalog zeigt einerseits auf, wie Politik mit verhältnismäßigen Maßnahmen Schutz, Teilhabe und Befähigung nachhaltig zusammendenken kann. Andererseits enthält er auch Vorschläge, die den politischen Fokus auf vermeintlich einfache Lösungen lenkt, etwa die Durchsetzung von Altersgrenzen auf Social-Media-Plattformen. Der Bundesjugendring lehnt solche Maßnahmen entschieden ab, da sie junge Menschen unverhältnismäßig von digitalen Räumen ausschließen.
Derartige Einschränkungen sind nicht erforderlich, wenn Handlungsempfehlungen umgesetzt werden, die die wirksame Regulierung von Plattformen und nachhaltige Stärkung von Bildungs-, Jugendhilfe- und Unterstützungsstrukturen für Kinder und Jugendliche in den Blick nehmen.