Bildung Jugendarbeit

Ganztagsförderung: Bund und Länder suchen Einigung

Der Bundesrat hat dem Gesetz zur zur ganztägigen Förderung von Kindern im Grundschulalter (GaFöG) nicht zugestimmt und den Vermittlungsausschuss angerufen. Strittig ist vor alle die Kostenbeteiligung des Bundes an den Investition und Betriebskosten.

Sollten sich Bund und Länder noch einigen, ist in dieser Legislaturperiode ein Beschluss an einem zusätzlichen Sitzungstermin des Bundestages am 07.09.2021 und der anschließenden Sitzung der Länderkammer am 17.09.2021 möglich.

Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter soll stufenweise ab 1. August 2026 in Kraft treten. Er wird zunächst für Grundschüler*innen der ersten Klasse gelten und dann jährlich um je eine weitere Klassenstufe ausgeweitet. Ab 2029 sollen somit alle Grundschulkinder der Klassenstufen eins bis vier einen Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung haben.

Wir hatten uns anlässlich einer Anhörung zum Gesetz geäußert und deutlich gemacht, dass es um die Interessen von Kindern und Jugendlichen gehen muss und nicht Vereinbarkeitsfragen oder Arbeitgeber*inneninteressen im Fokus stehen dürfen. Ein jugendgerechter Ganztag nimmt ernst, dass Kinder und Jugendliche nicht nur Schüler*innen sein wollen, sondern einfach junge Menschen mit vielfältigen Bedarfen, für die es vielfältige Entscheidungsmöglichkeiten braucht. Junge Menschen brauchen auch Freiräume, damit sie selbstbestimmt erfahren, was ihnen wichtig ist.

Themen: Bildung Jugendarbeit