Haushaltsentwurf 2027: KJP-Aufwuchs für die Jugendverbandsarbeit ausbauen!
Der Bundesjugendring begrüßt, dass der KJP im Regierungsentwurf nicht gekürzt wird. Zugleich reicht die vorgesehene Erhöhung nicht aus, um die im Koalitionsvertrag angekündigte Stärkung des Kinder- und Jugendplans umzusetzen. Dort ist eine Aufstockung des KJP um zehn Prozent vereinbart. Dieses Versprechen muss sich in dieser Höhe nun auch im Bundeshaushalt wiederfinden.
Jugendverbände sind Regelstrukturen der Kinder- und Jugendhilfe. Sie ermöglichen jungen Menschen Selbstorganisation, Beteiligung, Engagement und demokratische Erfahrung – dauerhaft, bundesweit, verlässlich und getragen von allen föderalen Ebenen. Dafür brauchen die Jugendverbände eine bedarfsgerechte Förderung, für die weiterhin 2 Millionen Euro fehlen.
„Jugendverbände sind Werkstätten der Demokratie. Hier erleben junge Menschen, dass sie mitgestalten, Verantwortung übernehmen und Gesellschaft verändern können. Und das von der Bundesebene über die Landesebene bis in die Kommunen“, erklärt Wendelin Haag, Vorsitzender des Bundesjugendrings. Daniela Broda, Vorsitzende des Bundesjugendrings betont außerdem: „Diese Arbeit wirkt und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wer Demokratie fördern will, muss deshalb auch die Strukturen stärken, in denen junge Menschen Demokratie jeden Tag vor Ort praktisch leben.“
Der Bundesjugendring appelliert an alle jugend- und haushaltspolitisch Verantwortlichen, im parlamentarischen Verfahren nach der Sommerpause den Budgetansatz des KJP und insbesondere für die Jugendverbände als Regelstruktur der Kinder-und Jugendhilfe nachzubessern. Nur so kann die verbandliche Arbeit verlässlich gestärkt und das im Koalitionsvertrag formulierte Ziel einer deutlichen Aufstockung des KJP weiter eingelöst werden.