Demokratie

Jugend in Hamburg wählt rot-grünen Senat

Vor der Bürgerschaftswahl in Hamburg haben Kinder und Jugendliche bereits gewählt. In neun Wahllokalen erlebten knapp 1.000 junge Menschen bei der U16-Bürgerschaftswahl hautnah, wie eine Wahl funktioniert. U16 ist die Variante der U18-Wahl in Ländern und Kommunen, in denen bereits 16-Jährige wählen dürfen.

Die AfD scheitert an der Fünf-Prozent-Hürde in Hamburg (4,9 Prozent), die FDP schafft knapp den Sprung in die Bürgerschaft (5,3 Prozent). Vor ihr liegt die Tierschutzpartei (5,9 Prozent). Die SPD wird mit 24,5 Prozent stärkste Kraft, gefolgt von den Grünen mit 19,1 Prozent. Die CDU kommt an der Elbe auf 16,6 Prozent, die Linke auf 7,3 Prozent.

Bei der U16-Wahl setzten sich die Kinder und Jugendlichen intensiv mit den Parteien und Direktkandidat*innen auseinander. Sie zeigen mit ihrer Wahl, wie die Bürgerschaft aussehen würde, wenn in Hamburg alle abstimmen dürften. Das Ergebnis weicht von aktuellen Umfragen ab. Kinder und Jugendlichen sind deutlich eher bereit, sich auf die Parteienvielfalt einzulassen und ihre Stimmen über die bekannteren Parteien hinaus zu verteilen. Tierschutz ist ihnen dabei offensichtlich ein wichtiges Anliegen. Das zeigen die Ergebnisse.

Die U16-Wahl koordinierte im Rahmen des U18-Wahlprojekts der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Träger des U18-Wahlprojekts auf Bundesebene sind das Deutsche Kinderhilfswerk, wir, die Landesjugendringe, viele Jugendverbände und das Berliner U18-Netzwerk.

Themen: Demokratie