Jugendverbände

Jugendpolitik kurz und knapp

Unser DBJRinfo (vom 6. November 2018) bündelt jugendpolitische Nachrichten und Entwicklungen. Wir geben Hinweise auf Veranstaltungen und Materialien.

Jugendpolitik

JEF-Bundeskongress

Der Bundesverband der Jungen Europäischen Föderalisten Deutschland e.V. (JEF Deutschland) hat vom 12. bis 14. Oktober 2018 den 65. Bundeskongress der JEF Deutschland (BuKo) in Halle an der Saale veranstaltet. Das Wochenende stand unter dem Motto „Europa kommt von machen“ und läutete den Start der JEF-Kampagne zu den Europawahlen ein. Unter europamachen.eu und #europamachen informiert die JEF über die Wahlen, bringt ihre Ideen für Reformen und politische Schwerpunkte ein und mobilisiert zum Wahlgang. Malte Steuber wurde auf dem Bundeskongress von den Delegierten zum neuen Bundesvorsitzender der JEF Deutschland gewählt.  Ebenfalls gewählt wurden Tim Odendahl als Bundessekretär, Stella Meyer als Schatzmeisterin, Pia Schulte, Laura Wanner, Sebastian Lang und Jan Malchin als stellvertretende Bundesvorsitzende und Katharina Vollmer, Jonathan Weide, Georg Händel, Mustafa Eren und Stephan Raab als weitere Vorstandsmitglieder. 

Bundesjugendtag der DLRG-Jugend

Auf dem Bundesjugendtag der DLRG-Jugend standen in diesem Jahr die Themen Rechtspopulismus und Umweltschutz im Zentrum. Mit der einstimmigen Verabschiedung der Positionierung „Schwimmen gegen den rechten Strom“ setzten die Delegierten erneut ein starkes Zeichen gegen rechtspopulistische und rechtsextreme Akteur*innen und Organisationen. „Die DLRG-Jugend bekennt sich in ihrem Leitbild zur Humanität. Rechtspopulistische Ansichten sind mit unseren Werten nicht vereinbar“, erklärt Dr. Christoph Freudenhammer, Bundesvorsitzender der DLRG-Jugend. Maike Rees trat von ihrem Amt als stellvertretende DLRG-Jugend-Vorsitzende aus persönlichen Gründen zurück. Die Lücke im Vorstand schließt Annkatrin Engel, die ab sofort das achtköpfige Vorstandsteam bereichert. Die Delegierten wählten die Hamburgerin mit großer Mehrheit in den Bundesvorstand.

Beschlüsse der BJR-Vollversammlung

Die Delegierten der 153. Vollversammlung des Bayerischen Jugendrings (BJR) setzen sich intensiv mit den Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement auseinander und stellen Forderungen zur Verbesserung auf. Beschäftigte in Deutschland haben Anspruch auf bezahlte Bildungszeit ‒ nur nicht in Bayern und Sachsen, wo es bisher keine gesetzliche Regelung hierzu gibt. Das will der Bayerische Jugendring ändern: Die Delegierten der BJR-Vollversammlung fordern die Bayerische Staatsregierung auf, ein Bildungszeitgesetz zu erlassen, das jungen Menschen die Chance auf Fort- und Weiterbildung gibt. Zudem fassten die Delegierten einen Beschluss für neue Qualitätsstandards für die Jugendleiter*innen-Ausbildung.

Peter Bednarz in den Vorstand des Bundesausschuss für politische Bildung (bap) gewählt

Die Mitgliederversammlung des bap hat am 18. Oktober einen neuen Vorstand gewählt. Peter Bednarz vom Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen vertritt den DBJR künftig im bap-Vorstand. Zur neuen Vorsitzenden wurde Barbara Menke, Bundesarbeitskreis Arbeit und Leben e.V., gewählt; zum stellvertretenden Vorsitzenden Hanns Christhard Eichhorst, Gesellschaft der Europäischen Akademien (GEA). Weitere Vorstandsmitglieder sind Dr. habil Klaus Holz, Evangelische Akademien in Deutschland (EAD) und Dr. Karl Weber, Arbeitsgemeinschaft katholisch‐sozialer Bildungswerke in der Bundesrepublik Deutschland e.V. (AKSB). Melanie Ebell, die bisher den DBJR im bap-Vorstand vertreten hat, trat nicht mehr zur Wahl an und wurde mit herzlichem Dank verabschiedet.

Franz Müntefering als BAGSO-Vorsitzender bestätigt
Franz Müntefering steht für weitere drei Jahre an der Spitze der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO). Die Mitgliederversammlung der BAGSO wählte ihn mit großer Mehrheit wieder. Der ehemalige SPD-Vorsitzende und Bundesarbeitsminister steht der BAGSO seit 2015 vor. Neben Franz Müntefering, der vom Deutschen Olympischen Sportbund vorgeschlagen wurde, wählten die Delegierten Dr. Regina Görner zur Stellvertretenden Vorsitzenden. Die ehemalige saarländische Sozialministerin wurde von der IG Metall vorgeschlagen und gehört dem Vorstand ebenfalls seit 2015 an. Bestätigt wurden auch Karl Michael Griffig (Kolpingwerk) als Stellvertretender Vorsitzender und Schatzmeister sowie Katrin Markus (Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen) und Rudolf Herweck (SPD AG 60plus). Neue Mitglieder im Vorstand sind Jens-Peter Kruse (Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Altenarbeit in der EKD) und Margit Hankewitz (Sozialwerk Berlin).

Stellungnahme des Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung zur dauerhaften Einrichtung des Amtes eine*r Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM)

Johannes-Wilhelm Rörig, Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs: „Es freut mich sehr, dass die Bundesregierung sich entschlossen hat, die Stelle einer/eines Unabhängigen Beauftragten und den Betroffenenrat dauerhaft bei der Bundesregierung einzurichten und die Arbeit der Unabhängigen Aufarbeitungskommission um fünf weitere Jahre zu verlängern. Damit sind wir dem zentralen Anliegen, dass der Kampf gegen sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche und deren Folgen dauerhaft und konsequent geführt wird, einen großen Schritt näher gekommen. Wichtig ist, dass das gemeinsam erarbeitete Konzept, das heute von  Bundesfamilienministerin Dr. Giffey vorgelegt wurde, jetzt auch vom Bundeskabinett beschlossen und vom Deutschen Bundestag mit den erforderlichen Personal- und Finanzmitteln unterlegt wird.“ Auch wir begrüßen die dauerhafte Einrichtung des UBSKM. „Es ist ein guter Schritt, dass diese wichtige Arbeit nun auf Dauer fortgesetzt werden kann. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit“ sagt unsere Vorsitzende Lisi Maier.

Bericht des Kompetenzzentrums Jugend-Check

Seit Beginn dieser Legislaturperiode wird der Jugend-Check vom im August 2017 gegründeten Kompetenzzentrum Jugend-Check (KomJC) durchgeführt. Der Jugend-Check ist ein Instrument der Gesetzesfolgenabschätzung. Das KomJC prüft die Auswirkungen von Gesetzesvorhaben der Bundesregierung auf junge Menschen zwischen 12 und 27 Jahren und veröffentlicht diese unter www.jugend-check.de.  Am Dienstag, 13. November 2018, wird der Erste Bericht des Kompetenzzentrums Jugend-Check veröffentlicht und im Bundesjugendministerium zwischen 12.30 Uhr und 13.30 Uhr an die Parlamentarische Staatssekretärin Caren Marks übergeben.

Bayerischer Koalitionsvertrag - Bürgernahes Bayern ohne Jugend?

Enttäuscht hat sich der Bayerische Jugendring (BJR) von den Ergebnissen zur Jugendarbeit und Jugendpolitik im Koalitionsvertrag von CSU und Freien Wählern gezeigt. Matthias Fack, BJR-Präsident: „Die Passagen zur Demokratiebildung, Europapolitik und zu gleichwertigen Lebensverhältnissen mögen im ersten Moment gut klingen, sind aber völlig unzureichend. Es ist inzwischen seit langem bekannt, dass nonformale und informelle Bildung wesentliche und zentrale Orte in diesen Feldern sind. Es wurde versäumt, Jugendverbände, Jugendringe und Jugendbildungsstätten zum Bestandteil bayerischer Politik zu machen und damit jungen Menschen eine Stimme zu geben.“

 

Veranstaltungen, Material und Wettbewerbe

Fortbildung: Zwischen den Zeilen. Von der biologischen Invasion zur neu-rechten "Umvolkung"

Die Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN) organisiert am 10 und 11. November 2018 die Fortbildung "Zwischen den Zeilen. Von der biologischen Invasion zur neu-rechten „Umvolkung“" im Naturfreundehaus Teutoburg, Bielefeld. Die Fortbildung richtet sich an Aktive in Natur- und Umweltschutzverbänden. Untersucht werden gängige Sprachbilder und Begrifflichkeiten auf Anschlussfähigkeit für extrem rechtes Gedankengut. Alternativen werden aufgezeigt und der Umgang mit rechten Tendenzen – innerverbandlich wie öffentlich – geübt. Ein besonderer Fokus liegt auf der Arbeit mit Social Media. Anmeldung und Informationen hier.

Wettbewerb „Soziale Natur – Natur für alle“

Die Geschäftsstelle der UN-Dekade Biologische Vielfalt zeichnet im Auftrag des Bundesumweltministeriums und des Bundesamtes für Naturschutz im Rahmen des Sonderwettbewerbs „Soziale Natur - Natur für alle“ vorbildliche, aktuell laufende Projekte an der Schnittstelle von Natur und Sozialem aus und ermöglichen den Projekten, zusätzliche Reputation und bundesweite Bekanntheit zu erlangen. Im Vordergrund stehen dabei die drei Themenfelder: „Grüne Orte“, „Naturerlebnisse und Aktionen“ sowie „Kontaktpunkte mit der Natur“. Eingeladen sind kleinere und größere Projekte lokaler, regionaler oder bundesweiter Institutionen. Bewerbung und Informationen hier.

WebDays 2018

Unter dem Motto „Deine Daten. Deine Sicherheit. Deine Meinung.“ diskutieren 60 Jugendliche bei den WebDays 2018 wieder rund um netzpolitische Themen. Die diesjährigen Schwerpunkthemen sind Big Data und Open Data. Die WebDays finden vom 23.bis 25. November 2018 in Mannheim statt. Anmeldeschluss ist der 11. November 2018. Anmeldung und weitere Informationen hier.

"Total kommunal"

Studierende der Deutschen Journalistenschule stellen sich in ihrem Abschlussprojekt die Frage nach der Relevanz von Kommunalpolitik in (überregionalen) Medien. Sie fahren in die acht Bundesländer, in denen 2019 Kommunalwahlen stattfinden und treffen dort Bürger*innen und junge Politiker*innen. Ihre Vor-Ort-Recherchen dokumentieren sie auf instagram.com/total_kommunal.

Inter.. was? Strategien gegen Rassismus und Rechtspopulismus - Praxisworkshop am 1. und 2. Dezember

Die Friedrich-Ebert-Stiftung lädt am am  1. und 2. Dezember 2018 zum Praxisworkshop ein. Im Zentrum des Workshops steht die Auseinandersetzung mit strukturellem Rassismus und Rechtspopulismus. Der Workshop richtet sich an Personen, die Intersektionalität praktisch werden lassen wollen, ihr (Arbeits-)Umfeld aktiv mitgestalten und dazu beitragen möchten, rassistische und andere Formen von Diskriminierung abzubauen. Methodisch kommen verschiedene Elemente zum Einsatz: dialogorientierte Inputs, Austausch über Strategien gegen Diskriminierung in der eigenen Lebenswelt, Beispiele aus der beruflichen Praxis einer eingeladenen Expertin, sowie Achtsamkeitsübungen. Anmeldung und Informationen hier.

Young Filmmakers Competition der Europäischen Kommission in Deutschland

Bei diesem Wettbewerb haben Studierende der Bereiche Film/Regie/Fernsehen die Möglichkeit, ein Filmkonzept für jeweils eins von fünf Themengebieten einzureichen. Um am Wettbewerb teilnehmen zu können, müssen die Studierenden ein Filmkonzept und ein kurzes Video, in dem sie sich und ihr Konzept kurz vorstellen, einreichen. Die Gewinner*innen des Wettbewerbs können ihr Filmkonzept mit einem Zuschuss von 7500 Euro umsetzen.Alle Informationen gibt es hier.

 

 

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