Jugendverbände

Jugendpolitik kurz und knapp im April

Unser DBJRinfo (vom 29.04.2021) bündelt jugendpolitische Nachrichten und Entwicklungen. Wir geben Hinweise auf Veranstaltungen und Materialien.

JUGENDPOLITIK

BDL-Faktencheck lotet Kinder- und Jugendbericht aus

„Von Kinder- und Jugendarbeit haben viele in der Politik keine Ahnung. Dabei ist sie elementar für die Demokratie“, sagt Sebastian Dückers, stellvertretender Vorsitzender des Bundes der Deutschen Landjugend e.V. (BDL). In einem BDL-Faktenchek hat die Landjugend den aktuellen Kinder- und Jugendbericht mit seinen 669 Seiten im Rahmen der Deutschen LandjugendAkademie (DLA) unter die Lupe genommen. Gast war Dr. Christian Lüders, der Erkenntnisse und Lücken des Berichts skizzierte. Seit 1995 hatte Lüders die Geschäftsführung der unabhängigen Sachverständigenkommission inne und hielt sich in der Diskussion mit der Landjugend nicht zurück. Sehr schlüssig beschreibt der 16. Kinder- und Jugendbericht, was politische Bildung eigentlich ist, wo oder wie sie stattfindet und kommt zu dem Schluss, dass sie ausgebaut und zeitgemäß gestaltet werden muss.

Vollversammlung des Landesjugendrings Baden-Württemberg

Die Vollversammlung des Landesjugendrings Baden-Württemberg wählte einen neuen Vorstand. Neuer Vorsitzender ist Alexander Strobel. Der 46-jährige ist Landesreferent im Evangelischen Jugendwerk in Württemberg (EJW) und seit 2019 stellvertretender Vorsitzender des Landesjugendrings. Er tritt die Nachfolge von Reiner Baur an, der nach zwölf Jahren im Geschäftsführenden Vorstand des Landesjugendrings, davon zwei Jahre als Vorsitzender, verabschiedet wurde. Als stellvertretende Vorsitzende im Amt bestätigt ist Claudia Ernst (37, Bildungsreferentin der Jugend des Deutschen Alpenvereins (JDAV) BW). Neu gewählt wurde Stefan Habrik (28, Geschäftsführender Bildungsreferent beim Bund Deutscher PfadfinderInnen Landesverband BaWü). Die themenbezogene Arbeit des Landesjugendrings wird durch seine Fachvorstände vertreten. Hier wurden gewählt: Für den neuen Fachbereich Digitalisierung: Martina Krattenmacher (28, Bund der Landjugend); für den Fachbereich Partizipation und Politische Bildung: Nicolas Alt (36, Kreisjugendring Rein-Neckar); für den Fachbereich Nachhaltigkeit: Dominik Nawratil (34, Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ)); für den Fachbereich Ehrenamt und Engagement: Sabine Renelt (33, BUNDjugend BW); für den Fachbereich Weltoffene Jugendarbeit: Kai Jehle-Mungenast (36, Kreisjugendring Rastatt).

Offenen Brief „Junge Zukunft trotz(t) Corona – Chancenpaket für junge Menschen"

Die Arbeitsgemeinschaft der Kinder- und Jugendhilfe (AGJ), die Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter und das Bundesjugendkuratorium (BJK) veröffentlichten einen Offenen Brief „Junge Zukunft trotz(t) Corona – Chancenpaket für junge Menschen". Der Offene Brief thematisiert das vom Bund geplante Maßnahmenpaket mit dem pandemiebedingte Nachteile für junge Menschen ausgeglichen werden sollen. Der offene Brief ist u.a. auf der Seite des Bundesjugendkuratoriums als PDF veröffentlicht: https://www.bundesjugendkuratorium.de/assets/pdf/press/bjk_agj_lvrlja_2021_junge_zukunft_trotzt_corona.pdf

Wahlen bei Vollversammlung des Bayerischen Jugendrings

Die Delegierten der 157. Vollversammlung des Bayerischen Jugendrings (BJR) haben einen neuen Landesvorstand gewählt. BJR-Vizepräsidentin Ilona Schuhmacher von der Evangelischen Jugend in Bayern (EJB) wurde für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Zudem stimmten die Delegierten turnusgemäß über die bis zu sieben weiteren ehrenamtlich tätigen Mitglieder des neuen Landesvorstands ab. Neu in den BJR-Landesvorstand gewählt wurden Vorstandsmitglied Eva Schubert vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in Bayern und Bezirksjugendsekretärin Svenja Thelen von der DGB-Jugend Bayern. Sie folgen auf Andrea Huber von der DGB-Jugend Bayern und Eva Jelen vom BDKJ, die beide nicht mehr angetreten waren. Für eine weitere Amtszeit von zwei Jahren gewählt wurden Maria Klimovskikh von JunOst Bayern, Christian Kuhnle von der Bayerischen Sportjugend (BSJ), Christian Löbel, Vorsitzender des Bezirksjugendrings Mittelfranken, Thomas Schwarz vom Landesjugendwerk der AWO Bayern und Sven Stumpf, bayerischer Geschäftsführer des Pfadfinderbunds Weltenbummler.

MATERIAL, VERANSTALTUNGEN und WETTBEWERBE

Jugendfestival zu Sexualität, Gewalt und Schutz vom 06.-08.05.2021

Im Projekt „SchutzNorm - Schutzkonzepte in der Kinder- und Jugendarbeit“ wird ein Jugendfestival zum Thema „Was ist normal? Digitales Jugendfestival zu Sexualität, Gewalt und Schutz“ organisiert. Im Rahmen des kostenfreien digitalen Jugendfestivals werden Projektergebnisse vorgestellt und gemeinsam mit jungen Menschen diskutiert. Es gibt ein abwechslungsreiches Programm mit Online-Workshops, Austauschforen, Podcasts, Videoclips und einer digitalen Pinnwand. Das Jugendfestival findet vom 06.- 08.05.2021 statt und richtet sich an junge Menschen im Alter von 15 bis 27 Jahren.

Im Projekt haben die Hochschulen Hildesheim, Kassel, Kiel und Landshut gemeinsam mit Praxiseinrichtungen (Standort Landshut: Bayerischer Jugendring) und jungen Menschen aus verschiedenen Feldern der Jugendarbeit zusammengearbeitet. Ziel war es herauszufinden, welche Sichtweisen junge Menschen auf Sexualitäten, Gewalt und Schutz haben und welche Themen jungen Menschen dabei wichtig sind.

Weitere Information zum digitalen Jugendfestival sowie zum Programm gibt es unter: https://festival.informiert-und-beteiligt.de/

Deutscher Multimediapreis mb21

Junge Medienmacher*innen bis 25 Jahre können sich wieder am Deutschen Multimediapreis mb21 beteiligen. Zugelassen sind digitale, netzbasierte und interaktive Projekte, die mit Geldpreisen im Gesamtwert von 11.000 Euro prämiert werden – im offenen Wettbewerb, oder zum Jahresthema „What the fake?!“. Einsendeschluss ist der 9. August 2021. Mehr Informationen unter https://www.mb21.de/

Nachrichten- und Informationskompetenz Jugendlicher

Im Fokus der aktuellen Ausgabe von KJug – Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis steht die Nachrichten- und Informationskompetenz Jugendlicher. Junge Erwachsene halten sich heute vor allem online auf dem Laufenden, wobei soziale Medien als Nachrichtenquelle eine immer wichtigere Rolle spielen. Hierbei müssen sie zwischen seriös recherchierten Texten und „Geraune“ z.B. in Social-Media-Diensten unterscheiden (lernen), um sich in der Informationsflut zurecht zu finden. Die Autor*innen aus Wissenschaft und Praxis sowie dem Journalismus zeigen anhand des Nutzungsverhaltens von Jugendlichen und konkreter Praxisbeispiele die Notwendigkeit und die Möglichkeiten von Angeboten zur Förderung der Nachrichten- und Informationskompetenz auf. Die Ausgabe 2-2021 der Zeitschrift Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) kann zum Preis von EUR 16,00 (inkl. Versandkosten) bei der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz unter material[at]bag-jugendschutz.de bestellt werden. Mehr Infos unter www.kjug-zeitschrift.de

Programm zum 17. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag veröffentlicht

Vom 18.-20.05.2021 wird der Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag digital veranstaltet. Er wird zur Plattform für Initiativen, Innovationen, Impulse und Ideen rund um die „Generation U27“. Ab sofort können sich alle Interessierten unter www.jugendhilfetag.de über das vielfältige Programm des größten Jugendhilfegipfels in Europa informieren und zur Teilnahme anmelden. Der DBJR und seine Mitgliedsorganisationen gestalten mit Fachforen und Workshops den DJHT mit. Der DBJR und einige Jugendverbände sind ebenfalls auf der Fachmesse mit einem digitalen Stand vertreten.

Zeitschrift Außerschulische Bildung über Veränderung der Arbeitswelt

Die aktuelle Ausgabe der „Außerschulischen Bildung“ stellt die Veränderungen in der Arbeitswelt und deren Auswirkungen auf die Politik, die Gesellschaft und den einzelnen Menschen in den Fokus. Dieses Thema ist – gerade auch durch die Folgen der Corona-Pandemie – hoch aktuell. Die Beiträge des Heftes ordnen den Wandel der Arbeitswelt historisch ein, nehmen die Zukunft des Arbeitens in den Blick, benennen die besonderen Herausforderungen für die Jugend und betrachten die digitale Transformation der Arbeitswelt in europäischer Perspektive. Die Fachzeitschrift Außerschulische Bildung Nr. 1/2021 (96 Seiten) ist zu beziehen über die Geschäftsstelle des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten e. V. (redaktion[at]adb.de). Der Preis beträgt 7 Euro pro Einzelheft zuzüglich Versandkosten. Weitere Informationen: www.adb.de/zeitschrift_ab oder als Online-Ausgabe: https://fachzeitschrift.adb.de

Offene Kinder- und Jugendarbeit: Studie Stay with the Trouble

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendeinrichtungen (BAG OKJE) veröffentlicht die Broschüre zum Forschungsprojekt „Politische Interventionen im Arbeitsfeld der Offenen Kinder- und Jugendarbeit“ von Nils Schumacher, Moritz Schwerthelm und Gillian Zimmermann mit dem Titel Stay with the Trouble. Die Offene Kinder- und Jugendarbeit ist – wie andere Felder der politischen Bildung und Demokratiebildung – seit ihrem Bestehen immer wieder konfrontiert mit politischen Interventionen; sei es im Jugendhilfeausschuss, im Stadtrat, in der medialen Öffentlichkeit oder auch in Form physischer Übergriffe. Die Publikation stellt die Ergebnisse einer bundesweiten Studie zu Infragestellungen, Einflussnahmen und Angriffen im Arbeitsfeld dar. Die Studie zeigt zugleich, wie Betroffene erfolgreich mit diesen Interventionen umgehen und leitet hieraus Handlungsempfehlungen für Akteure der politischen Kinder- und Jugendbildung, für behördliche und politische Akteure sowie die Zivilgesellschaft insgesamt ab. Bestellungen sind über ein Kontaktformular der Website www.offene-jugendarbeit.net möglich.

Themen: Jugendverbände