Jugendverbände im Gespräch mit dem Ausschuss für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Gruppenfoto Jugendverbände und Mitglieder des BFSFJ-Ausschusses
Am 26. Februar 2026 kamen Jugendverbände mit Mitgliedern des Jugendausschusses des Deutschen Bundestages ins Gespräch. Im Mittelpunkt standen die verlässliche, bedarfsgerechte Finanzierung und Dynamisierung des Kinder- und Jugendplans des Bundes (KJP), die Situation der Kinder- und Jugendarbeit im ländlichen Raum, mentale Gesundheit junger Menschen sowie Kinder- und Jugendarmut. Der Bundesjugendring begrüßt den konstruktiven Austausch und die Zusage zur Fortsetzung des Dialogs.

Auf Einladung der Ausschussvorsitzenden Saskia Esken diskutierten Vertreter*innen zahlreicher Jugendverbände mit Bundestagsabgeordneten über aktuelle Herausforderungen und notwendige politische Weichenstellungen. Esken betonte: „Jugendverbände sind wichtige zivilgesellschaftliche Akteur*innen. Eine verlässliche Beteiligung junger Menschen an politischen Entscheidungsprozessen ist von zentraler Bedeutung für unser Gemeinwesen und unsere Demokratie."

Im ersten Themenblock hoben die Jugendverbände die Bedeutung des KJP als zentrale Strukturförderung hervor. Ohne eine verlässliche Dynamisierung drohten aufgrund von Inflation und Tarifsteigerungen reale Kürzungen. Eine auskömmliche Förderung sei notwendig, um qualifiziertes hauptamtliches Personal zu finanzieren, das ehrenamtlich Engagierte unterstützt und entlastet. Ehrenamt dürfe nicht strukturelle Aufgaben hauptamtlicher Stellen kompensieren müssen. Nur so könne junges Engagement nachhaltig gestärkt werden.

Weitere Schwerpunkte waren Kinder- und Jugendarbeit im ländlichen Raum, mentale Gesundheit und Einsamkeit sowie Kinder- und Jugendarmut. Die Vertreter*innen der Jugendverbände machten deutlich, dass Jugendverbände Orte der Selbstorganisation und somit „Werkstätten der Demokratie“ sind. Sie leisten Prävention, stärken Resilienz und eröffnen Teilhabechancen – gerade dort, wo infrastrukturelle Nachteile oder Armut Lebenslagen junger Menschen prägen. Es brauche strukturelle Lösungen, die verlässliche außerschulische Bildungs-, Kultur- und Freizeitangebote dauerhaft absichern.

Am Gespräch nahmen unter der Moderation der Vorsitzenden des Bundesjugendrings Daniela Broda und Wendelin Haag die Vertreter*innen der Deutschen Bläserjugend, des Bundesjugendwerks der AWO, von JEF Deutschland, der Jugend des Deutschen Alpenvereins, der Deutschen Chorjugend, der Naturschutzjugend im NABU, der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend, der Naturfreundejugend Deutschlands, von LAMBDA sowie des Bundes der Alevitischen Jugendlichen teil. Der Bundesjugendring begrüßt, dass das Dialogformat weitergeführt werden soll.