Neugestaltung von Erasmus+: DBJR bringt Perspektive im Europäischen Parlament ein

Am 14. Januar 2026 fand im Ausschuss für Kultur und Bildung (CULT) des Europäischen Parlaments eine Konsultation zur Neugestaltung des Erasmus+-Programms für den Zeitraum 2028–2034 statt. Die Veranstaltung bot eine Plattform für Vertreter*innen der Jugendverbände, um ihre Perspektiven und Erfahrungen in die Diskussion über die zukünftige Ausgestaltung des Programms einzubringen. Neben Mitgliedern des Europäischen Parlaments waren auch Vertreter*innen der Europäischen Kommission anwesend.

Für den Deutschen Bundesjugendring (DBJR) war diese Einladung ein bedeutender Schritt, um die Sichtweise der organisierten Jugend aktiv in den laufenden Reformprozess von Erasmus+ einzubringen. Solche Formate sind von zentraler Bedeutung, da sie die Möglichkeit bieten, die praktischen Erfahrungen der Jugendverbände direkt in politische Entscheidungsprozesse zu integrieren und auf die Bedürfnisse und Herausforderungen der jungen Generation aufmerksam zu machen.

Die Konsultation war weit mehr als eine Informationsveranstaltung. Sie ermöglichte es den vertretenen Jugendorganisationen, ihre fachliche Expertise und praktischen Erfahrungen zu teilen und aktiv zu den laufenden Diskussionen beizutragen. Für den DBJR sprach die stellvertretende Vorsitzende Özge Erdoğan im Auschuss.  Im Mittelpunkt stand besonders die Forderung nach einem geschützten Budget für Jugendprogramme, auch bekannt als Earmarking. Dies ist aus jugendpolitischer Sicht von entscheidender Bedeutung, da ein festgelegtes Budget sicherstellt, dass Jugendorganisationen über verlässliche finanzielle Rahmenbedingungen verfügen, um ihre Arbeit kontinuierlich fortzusetzen und besonders junge Menschen mit geringeren Teilhabechancen zu erreichen.

Die Jugendverbände konnten ihre zentralen Forderungen im Vorfeld koordinieren und diese geschlossen vertreten. Die Teilnahme an der Konsultation zeigte, dass die Expertise der organisierten Jugend in europäische Entscheidungsprozesse eingebracht werden kann und sollte, um die Auswirkungen von Erasmus+ auf die junge Generation nachhaltig zu gestalten.

Für den DBJR war die Konsultation ein wichtiger Schritt, doch nun kommt es darauf an, dass die eingebrachten Perspektiven sowohl im Europäischen Parlament als auch bei der Europäischen Kommission in den weiteren Verhandlungen berücksichtigt werde.