Parlamentarisches Frühstück für ein Bundesinvestitionsprogramm Jugendbildungsstätten: „Orte erhalten, junges Ehrenamt ermöglichen“

Der DBJR Vorsitzende Wendelin Haag spricht beim Parlamentarischen Frühstück
Am 5. Dezember 2025 lud der Bundesjugendring gemeinsam mit dem Deutschen Jugendherbergswerk, dem Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten, der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung, der Deutschen Sportjugend und der BAG Katholisches Jugendreisen zu einem Parlamentarischen Frühstück, um die drängenden Investitionsbedarfe von Jugendbildungsstätten, Jugendherbergen sowie weiteren gemeinnützigen Freizeit- und Übernachtungsstätten ins Zentrum der politischen Diskussion zu rücken.

Im Gespräch mit Abgeordneten aller demokratischen Fraktionen des Bundestages machten Wendelin Haag, Vorsitzender des Bundesjugendrings, und Oliver Peters, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Jugendherbergswerkes, auf die akuten Herausforderungen aufmerksam: „Die Jugendbildungsstätten, Jugendherbergen, Zeltplätze und weitere gemeinnützige Einrichtungen stehen zunehmend unter Druck. Der Sanierungsstau wächst, und viele kämpfen ums Überleben. Trotz mehrfacher Ankündigungen in den Koalitionsverträgen fehlt bislang ein tragfähiges Investitionsprogramm, das diesen Einrichtungen langfristige Planungssicherheit gibt“, so Haag.

Die Zahlen sprechen für sich: Eine aktuelle Umfrage innerhalb des Bundesjugendrings und des Deutschen Jugendherbergswerkes zeigt, dass der Investitionsbedarf der Häuser mittlerweile bei rund einer Milliarde Euro liegt. „Ein gezieltes Investitionsprogramm des Bundes, das die Bereiche energetische Sanierung, Barrierefreiheit und Digitalisierung umfasst, ist daher dringend erforderlich“, betonte Wendelin Haag gegenüber den anwesenden Abgeordneten aus dem Jugend-, Bau-, und Tourismusausschuss.

Insgesamt setzte das Parlamentarische Frühstück ein starkes Zeichen, dass die gemeinnützigen Träger des Kinder- und Jugendreisens geschlossen für das wichtige Anliegen eines bundesweiten Investitionsprogramms für Jugendbildungsstätten und gemeinnützige Freizeit- und Übernachtungsstätten eintreten. Der Bundesjugendring wird sich auch weiterhin mit Nachdruck dafür einsetzen, dass diese Einrichtungen nicht nur erhalten bleiben, sondern in ihrer Bedeutung weiter gestärkt werden – als unverzichtbare Orte des jungen Ehrenamts, die jungen Menschen Raum für außeralltägliche Erfahrungen, Verantwortungsübernahme und Gemeinschaft bieten.