DJHT 2021 Jugenddialog

„Räume und Beteiligung für alle" in Europa

Wie kann die Beteiligung junger Menschen gelingen und welche Herausforderungen gibt es dabei in Europa? In unserem Workshop beim Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag ging es um die Umsetzung des Europäischen Jugendziels #9 „Räume und Beteiligung für alle“.

Mit dem Beginn der Trio-Ratspräsidentschaft von Deutschland, Portugal und Slowenien hat am 1. Juli 2020 der 8. Zyklus des EU-Jugenddialogs begonnen. Überall in der Europäischen Union steht dabei das Youth Goal #9 „Räume und Beteiligung für alle“ im Fokus. Ziel ist es, das Youth Goal zu erreichen und so Youth Goals zu Youth Actions zu machen.

In unserem Workshop zum EU-Jugenddialog, dem Jugendbeteiligungsinstrument der EU zur Umsetzung der Europäischen Jugendstrategie, gingen die Teilnehmer*innen der Frage nach, wie das Ziel „Räume und Beteiligung für alle“ erreicht werden kann. Gemeinsam mit Gästen der nationalen Jugendringe aus Portugal und Slowenien und mit unserer stellvertretenden Vorsitzenden Alma Kleen wurde unter der Leitung eines Mitglieds der Nationalen Arbeitsgruppe ein europäischer Blick auf den die Umsetzung des EU-Jugenddialogs und die damit verbundenen Herausforderungen gerichtet.

Debattiert wurde, wie junge Menschen in ihrem Land in den EU-Jugenddialog eingebunden sind und welche Erfolgsgeschichten es bei der Umsetzung des EU-Jugenddialogs in den Mitgliedstaaten bisher gibt. Im Austausch wurde deutlich, dass die Herausforderungen sich im Feld der Jugendbeteiligung ähneln – egal ob in Portugal, Slowenien oder Deutschland. So müssten etwa noch mehr junge Menschen erreicht werden, die noch nie etwas vom EU-Jugenddialog gehört haben.

Gemeinsam mit den Teilnehmer*innen des Fachtags wurden praktische Lösungsideen erarbeitet und anschließend diskutiert. Zentrale Forderung war, dass junge Menschen bei Entscheidungsprozessen stärker berücksichtigt werden müssten. Politisch Verantwortliche sollten dabei Jugendlichen auf Augenhöhe begegnen. Außerdem brauche es mehr Angebote für junge Menschen, um digitale Kompetenzen zu erwerben.

Darüber hinaus könnten Jugendbudgets in kommunale Haushalte eingebaut werden, um jugendspezifische Ausgaben zu ermöglichen und zu gewährleisten. Zudem müssten Beteiligungsprogramme und -projekte für Kinder und Jugendliche so gestaltet sein, dass sie junge Menschen befähigen, selbst Aktivitäten durchzuführen. Sie sollten die Möglichkeit haben, Partner*innen statt bloßer Nutzer*innen zu sein.

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