Recht auf Mitbestimmung: DBJR begrüßt Menschenrechtsbericht 2025
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Partizipation junger Menschen im Fokus
Der Menschenrechtsbericht dokumentiert, dass Kinder und Jugendliche in Deutschland weiterhin großen Hürden gegenüberstehen, wenn es darum geht, in politischen Prozessen Gehör zu finden – etwa bei Fragen rund um Wehrdienst, Social-Media-Regelungen oder andere jugendrelevante Entscheidungen. Das DIMR betont, dass junge Menschen unter 18 trotz der langfristigen Auswirkungen vieler Entscheidungen auf Bundesebene noch immer nicht wählen dürfen. Umso wichtiger sei es, ihnen wenigstens andere wirksame Mitsprache- und Beteiligungswege zu eröffnen.
Empfohlene Maßnahmen für mehr Teilhabe und Schutz
Das DIMR fordert unter anderem eine verstärkte finanzielle Förderung von Selbstorganisationen junger Menschen, besseren Schutz vor Hass und Gewalt sowie praktische Unterstützungsangebote. Dazu zählen etwa kostenlose Bus- und Bahn-Tickets sowie die Bereitstellung von Räumlichkeiten. Nur durch konkrete und nachhaltige Maßnahmen könne Jugendbeteiligung wirksam gestärkt werden. Der DBJR begrüßt diese Empfehlung aus Sicht der Jugendverbände, die als Selbstorganisation junger Menschen auf Bundesebene solche konkrete Forderungen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für gute Jugendbeteiligung bereits ausformuliert haben.
Bedeutung für Jugendverbände und politische Verantwortung
Für Jugendverbände und Jugendringe unterstreicht der Bericht, wie notwendig stabile strukturelle und politische Rahmenbedingungen sind, damit junge Menschen als gleichberechtigte Akteur*innen wahrgenommen werden. Die Analyse bestätigt zentrale Forderungen des DBJR: Jugendbeteiligung ausbauen, Selbstorganisation stärken, Schutzräume sichern. Der DBJR ruft Bund und Länder daher auf, die im Bericht formulierten Empfehlungen zügig umzusetzen, damit das Recht junger Menschen auf Beteiligung wirksam gewährleistet wird.