Wer Generationengerechtigkeit ankündigt, muss auch liefern!
BMBFSFJ
Der Deutsche Bundesjugendring gratuliert Sven-Olaf Obst zu seiner neuen Aufgabe und sichert eine konstruktive Zusammenarbeit zu. Zugleich machen wir deutlich: Jugend muss im BMBFSFJ als eigenständiges Thema erhalten bleiben.
Denn: Jugend ist eine eigenständige Lebensphase – mit eigenen Bedürfnissen, Perspektiven und Erwartungen an Politik. Diese unterscheiden sich deutlich von denen älterer Generationen. Deshalb plädiert der Bundesjugendring weiterhin dafür, dass es eine eigenständige Abteilung „Kinder und Jugend“ im BMBFSFJ gibt. Diese ist kein Hindernis, sondern die Grundlage für intergenerationelle Gerechtigkeit. Wenn die Perspektiven junger Menschen gestärkt werden sollen, sollte sich das auch innerhalb der Verwaltungsstruktur des Ministeriums widerspiegeln.
Eine starke Jugendpolitik braucht klare Zuständigkeiten, Fachkompetenz, Gestaltungsspielraum und Sichtbarkeit innerhalb und außerhalb des Ministeriums. Jugendpolitik darf nicht „nebenbei“ mitverhandelt oder verwässert werden – sie muss eigenständig und zukunftsorientiert gestaltet werden.
Wir erwarten, dass das BMBFSFJ diesen Anspruch ernst nimmt und die Perspektiven junger Menschen konsequent berücksichtigt – im Sinne der jungen Generation. Wir nehmen dafür insbesondere die Leitungsebene des Jugendministeriums in die Pflicht: Wer intergenerationelle Gerechtigkeit ernst meint, muss auch und gerade im Interesse junger Menschen handeln. Hierzu erwarten wir mindestens eine konsequente Umsetzung der im Koalitionsvertrag verankerten Zusagen an die junge Generation. Denn: Junge Menschen sind von aktuellen politischen Weichenstellungen noch am längsten betroffen, sind aber zahlenmäßig weniger als ältere Menschen und bekommen immer noch nicht die gleichen demokratischen Beteiligungsmöglichkeiten eingeräumt.