Werkstatt Politische Jugendbildung: Demokratie unter Druck, Zielgruppenfragen und Ausblick auf 2026

Am 12. November 2025 kamen Interessierte aus den Mitgliedsorganisationen in der Werkstatt Politische Jugendbildung zusammen. Im Mittelpunkt standen politische Jugendbildung unter dem Eindruck rechter und autoritärer Entwicklungen, die Frage nach Zugängen für benachteiligte und nicht-deutschsprachige junge Menschen sowie ein gemeinsamer Blick auf aktuelle Entwicklungen und Themen für 2026.

In den Projekt- und Praxiseinblicken wurde deutlich, wie unterschiedlich politische Jugendbildung auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen reagiert. Im Austausch ging es unter anderem um rechtsextreme Aneignungsversuche, den Umgang mit einer sich organisierenden rechtsextremen Jugendbewegung, um historisch-politische Bildungsarbeit, Qualifizierungsangebote zur Demokratiebildung sowie um Formate mit Blick auf anstehende Wahlen. Sichtbar wurde dabei, dass politische Jugendbildung sowohl auf konkrete politische Entwicklungen reagieren als auch eigene alternative Räume, Narrative und Zugänge schaffen muss.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf aktuellen fachlichen Fragen und Bedarfen. Diskutiert wurde, wie politische Bildung benachteiligte Jugendliche besser erreichen kann und welche Bildungsangebote für nicht-deutschsprachige junge Menschen sowie für junge Menschen mit Bezügen zu autoritären Regimen notwendig sind. Deutlich wurde, dass politische Jugendbildung ihre Zielgruppen, Zugänge und Formate weiter schärfen muss, wenn sie ihrem Anspruch gerecht werden will, Teilhabe zu ermöglichen und demokratische Handlungsfähigkeit zu stärken.

Breiten Raum nahm zudem der Jahresüberblick zu Entwicklungen in der politischen Jugendbildung und Demokratiebildung ein. Thematisiert wurden aktuelle Debatten und Aktivitäten aus den Fachzusammenhängen politischer Bildung, Entwicklungen im Bundesprogramm „Demokratie leben!“, Veränderungen bei bundeszentralen Akteur*innen sowie neue Veröffentlichungen, Monitoring- und Transferprojekte. Dabei wurde deutlich, dass politische Jugendbildung weiterhin unter hohem politischen Druck steht und zugleich auf starke fachliche Vernetzung, belastbare Strukturen und kontinuierliche Weiterentwicklung angewiesen ist.

Zum Abschluss richtete sich der Blick auf die Werkstatt selbst. Im Austausch zu Bedarfen und Themenvorschlägen für 2026 ging es darum, wie die Werkstatt den Transfer in die Praxis noch besser unterstützen, neue Impulse setzen und den fachlichen Austausch weiter stärken kann. Damit wurde erneut deutlich, wie wichtig kontinuierliche Räume der Verständigung, Reflexion und Vernetzung für die politische Jugendbildung in der Jugendverbandsarbeit sind.

 

Weitere Termine der Werkstatt Politische Jugendbildung sind unter Termine und Veranstaltungen zu finden. Für weitere Vernetzung und dem Austausch zu Informationen, Impulsen und Veranstaltungen im Feld der Politischen Jugendbildung in der Jugendverbandsarbeit gibt es den Verteiler Politische Jugendbildung. Die Aufnahme in den Verteiler steht allen Interessierten, Aktiven und Zuständigen im Bereich der politischen Jugendbildung in den Jugendringen und -verbänden offen, Anfragen auf Aufnahme in den Verteiler können an die Fachstelle Politische Jugendbildung gerichtet werden.