Werkstatt Politische Jugendbildung: Rechtsextremismus, Jugendbeteiligung und Aktivierung in den Verbänden
Ein Schwerpunkt der Werkstatt lag auf einem Themenheft zu Rechtsextremismus. Der Austausch machte deutlich, wie wichtig politische Jugendbildung ist, um aktuelle Entwicklungen einzuordnen, handlungsfähig zu bleiben und entsprechende Themen in der Praxis aufzugreifen. Sichtbar wurde dabei auch, dass Materialien und fachliche Impulse eine wichtige Rolle spielen, um Jugendverbände in ihrer Auseinandersetzung mit antidemokratischen Tendenzen zu unterstützen.
Ein weiterer Einblick galt einem Beteiligungsformat, das jungen Menschen die Möglichkeit gibt, ihre Fragen und Anliegen direkt in politische Prozesse auf kommunaler Ebene einzubringen. Deutlich wurde dabei, dass politische Jugendbildung und Jugendbeteiligung eng zusammenhängen: Dort, wo junge Menschen ihre Perspektiven einbringen, politische Verfahren kennenlernen und eigene Anliegen formulieren können, entstehen konkrete Erfahrungen von Selbstwirksamkeit und demokratischer Mitgestaltung.
Breiten Raum nahm zudem der Austausch zu aktuellen Fragen und Bedarfen aus der Praxis ein. Diskutiert wurde unter anderem, wie mehr Menschen aus verbandlichen Strukturen für jugendpolitische Themen gewonnen werden können. Dabei zeigte sich, dass Interesse nicht allein vom Thema abhängt, sondern auch stark von Format, Ansprache, Sichtbarkeit und konkreten Anknüpfungspunkten. Besonders hervorgehoben wurde, dass niedrigschwellige Zugänge, erkennbare Gesichter, alltagsnahe Einstiege und verbandsübergreifende Formate das Interesse stärken können.
Auch die Beteiligung junger Menschen an der Ausgestaltung von Städten und kommunalen Räumen war Thema. Im Austausch wurde deutlich, dass es oft herausfordernd ist, geeignete Themen zu setzen und junge Menschen dauerhaft zu erreichen. Zugleich wurden verschiedene Ansätze benannt, die politische Jugendbildung und Beteiligung vor Ort stärken können, etwa durch konkrete Anlässe, gute Öffentlichkeitsarbeit, direkte Begegnungen mit Ansprechpersonen und eine stärkere Verbindung von Bildungs- und Beteiligungsformaten.
Die Werkstatt machte damit erneut deutlich, dass politische Jugendbildung in Jugendverbänden sowohl auf gesellschaftliche Herausforderungen reagieren als auch konkrete Räume für Beteiligung, Austausch und politische Selbstbildung eröffnen muss. Sie bot Raum, aktuelle Erfahrungen zu teilen, Praxisfragen gemeinsam zu reflektieren und Impulse für die weitere Arbeit mitzunehmen.
Über die Fachstelle Politische Jugendbildung und ihre Formate werden die Vernetzung, der Wissenstransfer sowie der fachliche und kollegiale Austausch im Bereich der politischen Jugendbildung in der Jugendverbandsarbeit zu Projekten, Fragen und Ideen der Teilnehmer*innen gebündelt. Die Formate stehen allen Interessierten und Aktiven aus den Mitgliedsorganisationen des Deutschen Bundesjugendrings offen, die sich zu den Themen der Politischen Bildung und Demokratiebildung austauschen und beteiligen wollen.
Weitere Termine der Werkstatt Politische Jugendbildung sind unter Termine und Veranstaltungen zu finden. Für weitere Vernetzung und dem Austausch zu Informationen, Impulsen und Veranstaltungen im Feld der Politischen Jugendbildung in der Jugendverbandsarbeit gibt es den Verteiler Politische Jugendbildung. Die Aufnahme in den Verteiler steht allen Interessierten, Aktiven und Zuständigen im Bereich der politischen Jugendbildung in den Jugendringen und -verbänden offen, Anfragen auf Aufnahme in den Verteiler können an die Fachstelle Politische Jugendbildung gerichtet werden.