Nachhaltigkeit

Workshop Klimapolitik am 27. Juni 2018

Der Workshop am 27. Juni 2018 von 11 bis 16 Uhr in der Geschäftsstelle des DBJR beschäftigt sich mit der Frage, wie der Klimawandel die Lebenswelt junger Menschen beeinflusst.

Der Klimawandel ist spürbar. In Politik und Gesellschaft werden über Ursachen und notwendige Schritte zum Stopp der Klimaerwärmung diskutiert. Auch Jugendverbände und -ringe beschäftigen sich mit klimapolitischen Themen und ihrer Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung. In einem Workshop wollen wir herausarbeiten, welche jugendpolitischen Aspekte, Herausforderungen und Konsequenzen der Klimawandel hat. Dabei werden u. a. Aspekte zu globaler Gerechtigkeit, Mobilität, sozialverträglichem Klimaschutz und der Klimafrage in Stadt und Land im Fokus stehen. Der Workshop richtet sich an alle Mitgliedsverbände und lädt zur offenen Diskussion ein – Besonderes Vorwissen wird nicht vorausgesetzt.

Zu den aktuellen klimapolitischen Herausforderungen wird Dr. Kai Niebert einen Impuls geben. Er ist Professor für Didaktik der Naturwissenschaften und Nachhaltigkeit sowie Präsident des Deutschen Naturschutzrings.

Wir haben einige Ideen und Thesen, die während des Klimaworkshop diskutiert werden, zum Beispiel:

„Klimafrage in Stadt und Land“

Das Wohnen in Stadt oder Land ist in vielerlei Hinsicht unterschiedlich. Auch die Klimafrage ist beim Stadt-Land-Thema ein wesentlicher Faktor, sie wird in der öffentlichen Wahrnehmung eher im urbanen Kontext thematisiert. Wir sprechen über die unterschiedlichen Anforderungen an Jugendverbände in urbanen und ländlichen Gebieten und formulieren Denkanstöße.

  • Wie aktuell ist das Thema außerhalb der Natur- und Umweltverbände?
  • Hat das Stadt-Land-Thema mit dem Thema Mobilität zu tun?
  • In der Stadt können wir als Jugendverband bei den vielen Abgasen nicht viel ändern. Stimmts?

„Sozialverträglicher Klimaschutz und Arbeitsmarkt“

Es gibt ein immer wichtiger werdendes Spannungsfeld von Klimaschutz und soziokulturellem Leben. Von Kostensteigerungen für Energie sind besonders Geringverdienende betroffen, weil sie einen hohen Anteil ihrer verfügbaren Mittel für Strom, Gas und Wasser aufwenden müssen. Was bedeutet das für den Sozialstaat und seinen Arbeitsmarkt?

  • Wie kann ich nachhaltig für den Jugendverband einkaufen und handeln?
  • Wie geht Klimaschutz ohne arm zu werden?
  • Jugendverbände können nur begrenzt umweltbewusst arbeiten, wenn sie finanziell gut dastehen möchten. Stimmts?

„Globale (Klima-)Gerechtigkeit“

Das Prinzip der Klimagerechtigkeit ermöglicht allen Menschen einen einheitlichen Zugriff auf Ressourcen und die Atmosphäre. Durch industrielle Entwicklungen wirken manche Länder jedoch deutlich mehr auf die CO2-Bilanz ein als andere. Die Menschen, die am wenigsten zum Klimawandel beitragen, werden davon jedoch am stärksten betroffen. Es geht hier um die Rolle der Jugendverbände bei einer gerechten Umverteilung und eine bewusstere Industrialisierung.

  • Wie hängen die Jugendverbände auf regionaler Ebene mit dem globalen Jugendverständnis vom Klimaschutz zusammen?
  • Was bedeutet Gerechtigkeit in Bezug auf Klima?

„Mobilität“

Ein Teil der jährlichen Treibhausgase entstehen in Deutschland bei der Bewegung von Menschen – Tendenz steigend. Der Verkehr in Deutschland gilt  berechtigt als Problem. Gleichzeitig ist nur schwer möglich, eine Änderung anzuregen. Wir können uns fragen, wie Jugendverbandsarbeit den Umstieg auf klimafreundliche Transportmöglichkeiten schaffen und dadurch positive Wirkungen für junge Menschen erreichbar machen.

  • Wie kann man Mobilität und Klimaschutz vereinbaren?
  • Sollte ich noch zu Terminen fliegen?
  • Wie kann man Konferenzen CO2-Neutral gestalten?
Themen: Nachhaltigkeit