Deutscher Bundesjugendring - Pressemitteilung

Jugendvertreter_innen beziehen Standpunkte zur Bundestagswahl

„Themen und Probleme junger Menschen sind im Wahlkampf nicht  vorgekommen“, sagt Lisi Maier. Die Vorsitzende des Deutschen Bundesjugendrings vermisst die Auseinandersetzung über eine Gesellschaft, in der Jugendliche gerne leben: Zum Beispiel mit Schulen ohne Leistungsdruck, einer stärkeren Beteiligung an Entscheidungen oder größeren Freiräumen für selbstorganisiertes Engagement, Freundschaften und selbstbestimmte Aktivitäten.

„Wirtschafts- und Finanzpolitik sind dominierende Themen in einem für Jugendliche langweiligen Wahlkampf“, sagt Sven Frye, Vorsitzender des DBJR. Die Lebenswelt junger Menschen werde dagegen ausgeblendet. Für die beiden Vertreter_innen von mehr als sechs Millionen Engagierten in Jugendverbänden ist das keine gute Entwicklung für die Demokratie. Ein großer Teil junger Menschen werde nicht nur durch das Wahlrecht ausgeschlossen, sondern auch durch Inhalte.

Wie es anders geht, zeigt beispielsweise die U18-Bundestagswahl. In mehr als 1300 Wahllokalen bundesweit gehen am 13. September alle zur Wahl, die unter 18 Jahre alt sind und offiziell gar nicht wählen dürfen. Das Besondere an der U18-Wahl: Sie wird von Jugendlichen selbst organisiert und ist damit zugleich eine der größten Initiativen von politischer Bildung. „Das Ergebnis wird am Freitag um kurz nach 18 Uhr bekannt sein“, sagt Sven Frye.

Die Parteien können aus Sicht des DBJR auch an diesem Ergebnis ablesen, welche Themen in ihren Programmen fehlen und wo sie jungen Menschen ein Angebot machen müssen. „Junge Menschen sind nicht politikverdrossen“, sagt Lisi Maier, „sie wollen vielmehr ernst genommen und einbezogen werden“. Mit seiner Aktion Standpunkt lenkte der DBJR im Bundestagswahlkampf den Blick auf die Themen junger Menschen. Und er fordert Politiker_innen auf, sich auch nach der Wahl für die Arbeit der Jugendverbände stark zu machen. Viele Parlamentarier_innen – darunter zahlreiche Prominente – haben einen entsprechenden Standpunkt unterschrieben. Die Vertreter_innen aus Jugendverbänden machten bei einer Aktion im Rahmen des DBJR-Hauptausschuss deutlich, wo die Politik nach der Wahl Schwerpunkte setzen muss.

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