Mitwirkung mit Wirkung

Mikrofon vor MenschenmengeFoto: Scholl | DBJR

Mitmachen, Mitmischen und Mitgestalten – Kinder und Jugendliche wollen sich aktiv an unserer Gesellschaft beteiligen und ihr Lebensumfeld selbstbestimmt gestalten. Der DBJR setzt sich dafür ein, dass Kinder und Jugendliche echte Möglichkeiten und Freiräume zur Partizipation bekommen. Seine Positionen und langjährigen Erfahrungen bringt der DBJR in die politische Debatte ein und setzt sich beispielsweise für Mitwirkung mit Wirkung und eine Herabsetzung des Wahlalters ein. So wird jungen Menschen die Tür zu mehr Beteiligung geöffnet.

Position: Mitwirkung mit Wirkung

Positionsbeschreibung des Deutschen Bundesjugend rings zur Partizipation von Kindern und Jugendlichen in politischen Zusammenhängen und Kriterienkatalog. Kriterien, die gesellschaftlichen Akteuren, Institutionen sowie den Jugendverbänden selbst auf allen Ebenen ermöglichen sollen, geplante Aktivitäten daraufhin zu überprüfen ob dort, wo Partizipation drauf steht, tatsächlich Teilhabe und Beteiligung drin ist. Beschluss der 75. Vollversammlung in Hamburg.

Erstellungsdatum:
30.11. 2002
Dateigröße:
134 KB
2002_DBJR-Position_12_Mitwirkung.pdf
 

Position: Impulse für eine starke Demokratie

Mit diesem Grundlagenpapier beschreibt der DBJR den Zustand der Demokratie aus seiner Sicht. Er formuliert sein Ideal an eine Demokratie, die junge Menschen einbindet. Und er stellt Forderungen, die Impulse für eine starke Demokratie setzen können.

Erstellungsdatum:
06.12. 2011
Dateigröße:
707 KB
2011_DBJR-Position80_Demokratie.pdf
 

JuPo 4|2011 Beitrag Dr. Norbert Lammert

Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert kommentiert in der 4. Ausgabe der Zeitschrift Jugendpolitik die DBJR-Position „Impulse für eine starke Demokratie“. Er betont, dass Jugendverbände das Bewusstsein für demokratische Zusammenhänge schärfen können.

Erstellungsdatum:
17.01. 2012
Dateigröße:
52 KB
DBJR_JuPo_4-2011_lammert.pdf
 

JuPo 4|2011 Beitrag zu ePartizipation

Michael Scholl, Referent für Medien und Kommunikation beim DBJR, beleuchtet, wie ePartizipation bestehende Partizipation ergänzen und Jugendliche motivieren kann, ihr Interesse an Politik in politisches Handeln umzusetzen.

Erstellungsdatum:
31.01. 2012
Dateigröße:
0.9 MB
Scholl_ePartizipation_JuPo4-2011.pdf
 

Werkstätten der Demokratie

Kinder- und Jugendverbände sind Experimentierfelder für die Partizipation von jungen Menschen. Hier lernen sie alles, was für ein selbstbestimmtes politisches Leben notwendig ist. Und das nicht theoretisch, durch Papiere und Vorträge, sondern quasi nebenbei im täglichen Handeln. Dazu gehören Bereitschaft und Fähigkeit zur Artikulation eigener Interessen, Wege und Möglichkeiten, diese durchzusetzen, ebenso wie der Umgang mit Konflikten. Kinder und Jugendliche lernen in der Gruppe und in der verbandlichen Zusammenarbeit auch, sich mit Gleichgesinnten zusammen zu tun, Kompromisse zu finden. Kooperation zählt, und Befehle „von oben" werden kritisch hinterfragt.

Gleichzeitig erfahren die Kinder und Jugendlichen auch, was es heißt, Verantwortung für andere zu übernehmen und diese „Macht" verantwortlich zu nutzen. Jugendverbände bieten also nicht bloß die Möglichkeit zur Teilnahme an vorgeformten Aktivitäten, sondern fordern die aktive Mitgestaltung ein. Demokratie wird damit erfahrbar, weil das Zusammenleben in der Freizeit und im Verband demokratisch gestaltet wird.

Democracy rules

Kinder und Jugendliche lernen auch die Kommunikationsformen der Demokratie. Ein wichtiger Bereich ist dabei die Wahl von Vertreterinnen und Vertretern, die für alle Gruppenmitglieder sprechen können. Die jungen Menschen erfahren die Vorzüge einer solchen „Vertretungsstruktur": Im Kontakt mit Kooperationspartnern im Nachbardorf, im angrenzenden oder entfernten Bundesland, bundesweit oder international kommt man häufig weiter, wenn man mit geschlossener Stimme auftritt.

In der Gruppe lernen junge Menschen, ihre eigene Rolle zu erkennen und auszufüllen. Und damit auch, die Fähigkeiten einzelner für die Gemeinschaft zu nutzen und Personen je nach Fähigkeit mit Aufgaben zu betrauen. Kurzum: Jugendverbände bieten die Möglichkeit, demokratische Zusammenarbeit in unterschiedlichen Feldern zu realisieren; dies reicht von der Entscheidung über Gruppenaktivitäten bis hin zur Meinungsfindung zu politischen Fragen.