Der DBJR begrüßt die angestrebte Absenkung des Wahlalters in Thüringen

Stimmzettel mit folgenden Optionen zum Ankreuzen Mitbestimmung Partizipation Entscheidung Anerkennung

Durch das derzeitige Mindestwahlalter von 18 Jahren und eine Legislaturperiode von fünf Jahren kann statistisch jede_r zweite Thüringer_in erst mit 20,5 Jahren oder später erstmals an einer Kommunal- bzw. Landtagswahl teilnehmen. Bis zu diesem Alter sind viele relevante Entscheidungen oder Lebensereignisse, die durch Landes- und oder Kommunalpolitik beeinflusst werden, bereits gefallen. Der Deutsche Bundesjugendring begrüßt die in den vorliegenden Gesetzesentwürfen angestrebte Absenkung des aktiven Wahlalters bei Landtags- und Kommunalwahlen in Thüringen ausdrücklich. Aus Sicht des Deutsche Bundesjugendrings gibt es keinen stichhaltigen Grund, jungen Menschen die Beteiligung an allgemeinen Wahlen und damit einem elementaren Bürgerrecht, zu verwehren.

Junge Menschen tragen nicht nur oftmals als Erwachsene die Konsequenzen jener Entscheidungen, an denen sie heute noch nicht teilhaben können. Vielmehr werden ständig zahlreiche Entscheidungen gefällt, die junge Menschen im Hier und Jetzt direkt oder indirekt betreffen, ohne dass sie diese Entscheidungen mitbeeinflussen können. Auch junge Menschen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sind Teil unserer Gesellschaft mit vielen Rechten und Pflichten, die somit auch das Recht und die Möglichkeit haben müssen, diese Gesellschaft mitzugestalten.

Mehr dazu in unserer Stellungnahme.