Positionen gegen Führungszeugnisse für Ehrenamtliche
Der DBJR macht in einer Stellungnahme deutlich, dass verpflichtende Führungszeugnisse für alle Ehrenamtlichen in der Jugendverbandsarbeit – analog der Führungszeugnispflicht für hauptberufliche Fachkräfte im § 72a SGB VIII – kein geeignetes Mittel der Prävention sexualisierter Gewalt sind, sondern sogar kontraproduktive Wirkungen entfalten können. Nun veröffentlichte auch die Arbeitsgemeinschaft für Kinder und Jugendliche (AGJ) veröffentlichte eine Stellungnahme, in der verpflichtende Führungszeugnisse für alle Ehrenamtlichen abgelehnt werden.
Zahlreiche Politiker, darunter auch Bundespräsident Christian Wulff in seiner damaligen Funktion als Ministerpräsident des Landes Niedersachsen, lehnen ein polizeiliches Führungszeugnis für Ehrenamtliche ebenfalls ab.
Zahlreiche Politiker, darunter auch Bundespräsident Christian Wulff in seiner damaligen Funktion als Ministerpräsident des Landes Niedersachsen, lehnen ein polizeiliches Führungszeugnis für Ehrenamtliche ebenfalls ab.
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| Hintergrundpapier Führungszeugnisse (06/2009) | Datei: 79.8 KB |
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| AGJ-Position zu Führungszeugnissen | Datei: 87.06 KB |
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Jugendpolitik neu gestalten
Der Hauptausschuss des DBJR hat im Mai die Position „Selbstbestimmt und nicht verzweckt – Jugendpolitik neu gestalten“ einstimmig beschlossen. Darin wird als Ziel von Jugendpolitik definiert, Rahmenbedingungen für die eigenständige Entwicklung junger Menschen zu sichern. Dafür sind der Erhalt und der Ausbau von Freiräumen wesentlich. Gleichzeitig müssen Jugendverbände als Selbstorganisationen junger Menschen in ihrem besonderen Wert für diese und für die Gesellschaft wieder stärker wahrgenommen und gefördert werden.
Stellungnahme zu BaföG-Änderung
Der DBJR hat eine Stellungnahme zur Öffentlichen Anhörung „23. BAföG-Änderungsgesetzes“ des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung abgegeben. Grundsätzlich begrüßt der DBJR den Entwurf, sieht das Ziel einer spürbaren Leistungsverbesserung aber noch nicht erfüllt. Positiv ist auch der Abbau von Bürokratie und Verwaltungsaufwand für die Studierenden zu werten. Dringend ändern müsse sich, dass der Zugang zu Hochschulbildung nach wie vor stark sozial determiniert ist, heißt es in der Stellungnahme.
Stellungnahme und Hintergrundpapier zur Prävention sexualisierter Gewalt
Der Deutsche Bundesjugendring fordert ein stimmiges Gesamtkonzept für die Prävention sexualisierter Gewalt in Jugendverbänden, das unverzichtbare Kernbausteine enthalten muss. Jugendverbände und Jugendringe erproben diese Bausteine zum Teil schon seit Jahren. Sie zeigen, wie Prävention sexualisierter Gewalt möglich ist.
Es ist nicht ausreichend, aufgrund der aktuellen Diskussion einzelne Maßnahmen isoliert umzusetzen. Es ist vielmehr notwendig, dass alle Jugendverbände umfassend und konsequent Präventionskonzepte in der Breite einführen. Beispielhaft ist das Projekt „PräTect“, das der DBJR und der Bayerischer Jugendring derzeit abschließen.
Es ist nicht ausreichend, aufgrund der aktuellen Diskussion einzelne Maßnahmen isoliert umzusetzen. Es ist vielmehr notwendig, dass alle Jugendverbände umfassend und konsequent Präventionskonzepte in der Breite einführen. Beispielhaft ist das Projekt „PräTect“, das der DBJR und der Bayerischer Jugendring derzeit abschließen.
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| Stellungnahme Prävention (04/2010) | Datei: 124.71 KB |
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| Hintergrundpapier Prävention (04/2010) | Datei: 307.37 KB |
Trilaterale Tagung mit Tschechen und Israelis
Zur ersten gemeinsamen trilateralen Tagung trafen sich DBJR, Tschechischer Kinder- und Jugendring CRDM und der Israelische Jugendring CYMI. Jugendliche sowie Jugendvertreterinnen und Jugendvertreter aus den drei Ländern diskutierten eine Woche in Prag, Pilsen, München und Nürnberg über Fragen der gemeinsamen Geschichte, über die Bedeutung der Religion in der Gesellschaft, über extremistische Gefahren. Sie erörterten, wie junge Migrantinnen und Migranten einbezogen werden können und tauschten sich über aktuelle Themen der Jugendarbeit aus. Anfang Oktober werden sich die Teilnehmenden abschließend in Israel treffen, um sich über die Arbeit israelischer Jugendverbände zu informieren und Vorschläge für künftige gemeinsame Projekte zu diskutieren. Die Tagung wurde unter anderem von TANDEM Regensburg und durch ConAct gefördert.








