Justice

Dialog über den Generationenvertrag

Die Bundesregierung diskutiert mit uns und anderen über einen verlässlichen Generationenvertrag. Unsere Vorstandsmitglieder Lisi Maier und Matthias Schröder beteiligen sich konkret am Dialog mit der Rentenkommission.

In einem gemeinsamen Papier mit der BAGSO haben wir die Sorge beschrieben, dass sich junge Menschen im Alter nicht mehr auf die staatliche Rente verlassen können. Viele ältere Menschen teilen diese Angst heute bereits konkret. Wir sehen es als eine vordringliche Aufgabe, Armut in allen Lebenslagen, insbesondere auch bei Alleinerziehenden und ihren Kindern, zu vermeiden und zu bekämpfen. Ein Aufwachsen, das durch Armut geprägt ist, verschlechtert die Chancen maßgeblich. Ein Leben, das durch Armut geprägt ist, erschwert eine Teilhabe. 

Beim Thema Rente und Generationenvertrag liegt es nahe, die Generationen einander gegenüber zu stellen. Nicht immer decken sich tatsächlich die Interessen junger Menschen mit denen von Menschen fortgeschrittenen Alters. Aber es ist wichtig, bei unterschiedlichen Interessen das gegenseitiges Verständnis und sinnvolle Kompromisse zu suchen. Wir sehen deswegen keine schwerwiegenden Differenzen zwischen den Generationen. Streitpunkte gibt es eher quer durch die Generationen – zwischen denen mit mehr oder weniger Bildungschancen, zwischen denen mit oder ohne gesichertes Einkommen, zwischen vermögenden und armen Menschen. Es versteht sich von selbst, dass Probleme nicht einseitig zulasten der einen oder anderen Generation gelöst werden können.

Unsere Vorstandsmitglieder sind sich einig: Der Generationendialog der Rentenkommission ist ein gutes Format. Es muss unbedingt fortgeführt werden, bis gute Ergebnisse vorliegen. Deswegen wurden gemeinsam mit der Rentenkommission erste lösungsorientierte Gedanken ausgetauscht. zugleich ging es aber auch um eine Analyse der Probleme, die angepackt werden müssen.

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