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Digitalpakt Schule mit falschem Ansatz

Der Bundesrat hat den Weg für den Digitalpakt Schule frei gemacht.Milliarden werden vom Bund vor allem für die technische Ausstattung auf 16 Bundesländer und zehntausen Schulen verteilt. „Das gleicht dem Prinzip Gießkanne in der Wüste und ist nicht zu Ende gedacht“, sagt unser Vorstandsmitglied Daniela Broda.

Digitale Whiteboards, Tablets für die ein oder andere Klasse sowie WLAN in Schulgebäuden sollen mit dem Digitalpakt Schule finanziert werden. Das Ministerium selbst rechnet vor: Jede Schule bekommt rund 137.000 Euro, umgerechnet 500 Euro jede*r Schüler*in. Darin enthalten ist schon das Geld der Länder und Kommunen für den laufenden Betrieb und die Wartung. Auch Aus- und Fortbildungen von Lehrer*innen stecken bereits in der Summe. „Das kann nicht ausreichen, am Ende verstaubt dann neue Technik in den Klassenzimmern, weil sie niemand sinnvoll bedienen kann“, sagt Daniela Broda.

Die Milliarden wären besser investiert, wenn im gesamten Bildungsbereich eine reflektierte Auseinandersetzung mit der Digitalisierung aufgebaut wird. Lehrer*innen in allen Schulfächern müssen digital gebildet werden. „Pädagog*innen müssen in die Lage versetzt werden, gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen an Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung zu arbeiten“, sagt Daniela Broda. Und das gilt nicht nur in Schulen, sondern auch im außerschulischen Bereich. Wissen und Technik müssen in allen Bildungsbereichen parallel modernisiert und verbessert werden.

Bund und Länder können den Systemfehler im Digitalpakt nur wenig korrigieren. Aber wenn sie schon Milliarden in Technik und Software investieren, dann mit Weitblick: „Schulen mit schnellemInternet könnten der Hotspot in Kommunen sein, sie sollten in offene Software investieren und an offenen Bildungsmaterialien arbeiten“, sagt Daniela Broda. Denn auch das ist Digitalisierung von Schule. Und es ist für die Allgemeinheit sinnvoller als eine Hand voll Tablets und digitale Whiteboards, auf die sich schnell der Staub der Kreidezeit legt.

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