Jugendpolitik Jugendverbände

Junge Menschen müssen an Entscheidungen und Regeln zur Lockerung mitwirken

Meldende Hand bei Debatte junger Menschen
Positionen und Sichtweisen von Kindern und Jugendlichen spielten und spielen in der Debatte um Maßnahmen gegen die Pandemie kaum eine Rolle. Auch beim Nachdenken über Exit-Strategien sind junge Menschen nicht beteiligt. Das muss sich dringend ändern!

Wir haben in den letzten Wochen wiederholt kritisiert, dass Kinder und Jugendliche mit ihren Bedarfen und Sorgen in den Debatten kaum eine Rolle spielen. Mindestens ebenso ein Problem ist: Sie bekommen keine Möglichkeit, beim Überlegen und Entscheiden über Lockerungen und Regeln des Zusammenlebens mitzuwirken. Junge Menschen und ihre Interessenvertretungen werden in Kommunen, Ländern und im Bund kaum als Expert*innen beteiligt. Wir fordern deswegen, die demokratischen Prozesse zu stärken. Konkret müssen zum Beispiel Stadt- und Kreisjugendringe oder andere Formen der Beteiligung junger Menschen vor Ort eingebunden werden, um die vielfältigen Bedarfe junger Menschen in den kommenden Wochen besser im Blick zu behalten.

Denn engagierte junge Menschen wie Jugendgruppenleiter*innen in den Jugendverbänden stehen im guten und teils engen digitalen Kontakt mit Gruppenmitgliedern. Sie kennen ihre Bedarfe und geben Fragen und Forderungen an verantwortliche Mandatsträger*innen in den Organisationen weiter. Das können und müssen diejenigen nutzen, die aktuell Entscheidungen treffen: Bürgermeister*innen mit ihren Verwaltungen, Landesregierungen und die Bundesregierung.

Neben dem Kindesschutz müssen gleichermaßen Förderung und Beteiligung als Teil der Kinderrechte gesehen werden. Diese zusammen gehört zum Kindeswohl. Kinder und Jugendliche müssen deswegen mehr als bisher beteiligt werden und mitwirken können, unter welchen Regeln das Miteinander in Zeiten der Pandemie sinnvoll ist.

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