Youth Policy

Ehrenamt fördern und würdigen

Foto: Matthias Hanke (CC-BY-NC 4.0)

„Ohne Ehrenamt würde die Gesellschaft nicht funktionieren. Ehrenamt muss gefördert und gewürdigt werden“, fordert unser stellvertretender Vorsitzender Jannis Pfendtner in den Koalitionsverhandlungen. Das ehrenamtliche Engagement junger Menschen steigt seit Jahren, die Bundesregierung kann das weiter absichern.

„Konkret können Union und SPD den BaföG-Bezug verlängern, wenn sich junge Menschen neben Studium und Ausbildung engagieren“, sagt Jannis Pfendtner. Denn in Jugendverbänden sind junge Menschen freiwillig, demokratisch und selbstorganisiert aktiv. Neben der wöchentlichen Betreuung von Jugendgruppen haben viele ein demokratisches Mandat, sie vertreten Interessen der Jugend. Hier stoßen ehrenamtlich Engagierte häufig auf Barrieren, sie müssen zum Beispiel ihr verbandliches Engagement mit Studium, Ausbildung oder Beruf und Familie vereinbaren.

Mit der Einführung der Jugendleiter_in-Card (Juleica) 1999 gelang ein zentraler Meilenstein für das ehrenamtliche Engagement in der Jugendarbeit. Mit der Juleica ist es gelungen, eine Marke der Jugendarbeit zu entwickeln, die vor allem für Qualität und Qualifizierung in der Jugendarbeit steht. Die Juleica steht auch für die Partnerschaft von öffentlichen und freien Trägern und die gemeinsame Verantwortung für Qualität und Unterstützung Ehrenamtlicher in der Jugendarbeit. „Die Bundesregierung muss sich zu ihrer Verantwortung für die Juleica bekennen. Wir fordern eine dauerhafte Absicherung einer Juleica-Koordinierungsstelle beim Deutschen Bundesjugendring“, sagt Jannis Pfendtner.

Jugendverbände schaffen mit und für Kinder und Jugendliche Freiräume, in denen sie sich entfalten können. Diese Freiräume sind für die Persönlichkeitsentwicklung wichtig. Zur aktuellen Debatte über die Ganztagsbetreuung fordert Jannis Pfendtner einen Perspektivwechsel: „Ganztagsbetreuung muss aus der Sicht von Kindern und Jugendlichen betrachtet werden. Derzeit dienen alle Modelle vor allem Eltern zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“

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